vignette_nosseck_bockNeulich hatten wir Besuch. Es war ein Kater mit einem abgeknicktem Ohr. Er saß vor der Terrassentür und miaute. Wir gaben ihm etwas zu essen. Dann trollte er sich. Doch er blieb in der Nachbarschaft. Innerhalb weniger Tage war er bekannt im Viertel. Das war sein Glück. Denn seine Besitzer hatten ihn schon gesucht. Nur an der falschen Stelle. Sie waren erst vor kurzem hinzugezogen. Daher wussten sie nicht, dass ihr Liebling nur wenige Blocks entfernt von ihnen auf der Suche nach seinem Zuhause war.
Das klärte sich durch einen Zufall auf und dabei erzählten die glücklichen Besitzer, dass der Kater dement sei. Er finde sich nicht mehr zurecht.
Ich hatte bislang noch nichts von Demenz bei Haustieren gehört. Dann habe ich ein bisschen im Netz gesucht und einiges Interessantes dazu gefunden. Da es den Haustieren meistens sehr gut geht, werden sie ähnlich wie die Menschen häufig sehr alt. Damit steigt das Risiko einer Demenz.
Was tun, fragten sich die Besitzer. Sie lieben ihre Katzen und haben sogar in dem neuen Haus eine Katzenküche einbauen lassen. Mit Katzenklappe und allem, was die Tiere benötigen.
Letztendlich war dem Kater kein langes Leben mehr beschieden. Der Ortswechsel und die fortschreitende Krankheit haben ihm zu schaffen gemacht. Schließlich wurde er eingeschläfert. Eine Entscheidung, die sich die Besitzer nicht einfach gemacht haben.
Hier gibt es noch einen guten Artikel, den ich bei meiner Beschäftigung mit dem Thema gefunden habe.
Ich wüsste auch nicht, was ich in so einem Fall tun würde. Sie?