vignette2012  Hello All, zwei Großmütter und Großväter haben Enkel typischerweise; in Patchwork- und polygamen Familien auch schon mal mehr. Also brauchen die Steppkes frühe Orientierungshilfe im familiären „Who is Who“. In der chinesischen Tradition ist das glasklar mit sozialen Positionen geregelt: Die Mutter der Mama ist Wai-Po oder Lao-Lao; die Mutter vom Papa Ah-Po oder Zu-Mu; der Vater der Mama wird Wai-Gong oder Lao –Ye gerufen und der Vater vom Papa Gong-Gong oder Ye-Ye. In weniger strikt regulierten Gesellschaften oder in interkulturellen Familien gibt’s da schon mal Gesprächsbedarf: Wie sollen die Kleinen die Großeltern nennen? Neben Eindeutigkeit geht es dann um Respekt, Eitelkeit (das soll es unter Alten bisweilen geben), Präferenzen der Enkel und deren Eltern. Familien, in denen diesbezüglich Ratlosigkeit herrscht können auf die englisch sprachige Website „grandparents.com“ zurückgreifen, mit politisch und moralisch einwandfreien Oma und Opa –Bezeichnungen. Unterschieden nach Kategorien wie traditionell, trendmäßig, verspielt und international; wirklich für jeden etwas, hundertfach.
US- Omas dürfen sich u.a. Grama, Big Mama, Grandy, Momsy oder Tamma taufen lassen. Die entsprechenden Opas Grampa, Gramps, Adda, Dappy oder Umpa. Großmütter mit Humor bieten auch ein Bamboo, Mambo oder Pompom an; Opas lassen sich Baboo, Skipper oder Grumpy rufen.
Noch reicher stellt sich die Auswahl der Oma/Opa- Namen im internationalen Vorschlagsregister dar. Hier ein paar meiner Favoriten: Für Oma ein Momu (Aborigene, Australien) oder Sitti (Libanon), für Opa ein Aitona (Baskenland ) oder Dadu (Bengali). Für die politisch völlig neutralen, weltoffenen Großeltern gibt’s das auf Esperanto: die Oma als Avin und der Opa als Avo. Liebe Freunde, wenn Sie eines Tages nach einer eigenständigen Bezeichnung suchen, bei „grandparents.com” werden Sie fündig. Eröffnet sich hier nicht eine wunderbare Möglichkeit, Enkel behutsam an die Globalisierung heranzuführen und ihnen die Vielfalt im Gleichen nahe zu bringen?
Ihr Global Oldie