Eine Mitarbeiterin der Häuslichen PflegeDie Koalition hat in den abschließenden Beratungen zum Haushalt 2014 wichtige Entscheidungen für die Wohnungsbaupolitik getroffen. Dazu erklärt Michael Frieser, Demografiebauftragter der CDU/CSU Bundestagsfraktion:„Neben dem Kreditprogramm wird es nun wieder ein Zuschussprogramm für altersgerechtes Umbauen von Wohnungen geben. Damit ermöglichen wir älteren Menschen, möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Die demografische Entwicklung Deutschlands wird dazu führen, dass wir immer mehr altersgerechten Wohnbau brauchen. Die Aufstockung der Städtebauförderung eröffnet neue Gestaltungsspielräume. Mit 210 Millionen Euro ist dabei der Stadtumbau der absolute Schwerpunkt. Die Herausforderungen des demografischen und wirtschaftsstrukturellen Wandels erfordern diese klare Ausrichtung.“
Damit greift die Koalition eine Forderung auf, die schon seit längerem von Sozialverbänden und anderen Organisationen gestellt wurde.
Immer mehr Hausbesitzer wohnen im Alter auch in alten Häusern: Bereits heute gibt es in Deutschland mehr als 4,6 Millionen Haushalte in Ein- oder Zweifamilienhäusern, die bis 1990 gebaut wurden. Deren Eigentümer haben eines gemeinsam: Sie sind selbst alle 65 Jahre oder älter. Es sind Senioren, die zwar ihr eigenes Haus haben – in der Regel allerdings ohne seniorengerechte Ausstattung. Genau deshalb wird es für viele von ihnen ein Älterwerden in den eigenen vier Wänden nicht geben.
Einem Großteil dieser Senioren-Haushalte fehlt es am nötigen Geld, einen altersgerechten Umbau ihres Ein- oder Zweifamilienhauses selbst zu finanzieren: Knapp ein Viertel dieser Haushalte hat monatlich weniger als 1.300 Euro netto zur Verfügung.