vignette_nosseck_bockJetzt weiß ich, wann sich der Kabarettist Bernhard Hoenecker alt fühlt. Und es hat mich betroffen gemacht. Denn der Mann ist erst 44 Jahre alt. In der heutigen Zeit gilt er damit quasi als junger Hupfer. Dennoch hat er in einem Sketch, den ich im Fernsehen gesehen habe, einige lustige Bemerkungen zum Thema Alter gemacht. Er meinte, als er einem Jungen erklärt habe, was ein Dia ist, fühlte er sich alt. Denn er sprach von Dingen, die er selbst erlebt hat und für die nächste Generation ein Mythos sind. Seine Erklärung: Dias sind große Speicherkarten, aber nur für ein Bild.
Dabei galten Dias früher als die bessere Alternative zum Papierbild. Doch sie waren teurer und, wer sie selbst gerahmt hat, musste schon etwas Zeit investieren, bis alle 36 Bilder eines Films in den kleinen Plastikvierecken steckten.
Ich finde es lustig, wenn man sich vorstellt, was die heutige Smartphone-Generation empfindet, wenn sie so etwas hört. Das muss doch äußerst altmodisch klingen. Genauso steinzeitmäßig wie die Funktion eines Plattenspielers. Mit drei Geschwindigkeiten. Ich bin sicher, die meisten über 40 wissen, in welchen Stufen man darauf Lieder abspielen konnte. Für die Jungen, für die ein Iphone haben mit etlichen Musikdateien darauf ganz selbstverständlich sind, ist das wahrscheinlich ein kleines Wunder, wie die Alten damals Musik hören konnten. Wie für mich das Grammophon und die Schellackplatten, die im Hörfunk mit einer eigenen Sendung gewürdigt wurden.
Und daran merke ich, dass ich langsam eher zu Älteren als zu den Jüngeren gehöre.