In der deutschen Sprache gibt es unzählige Redewendungen (und Sprichwörter), die bestimmte Situationen charakterisieren. Fast zu jeder Redewendung gibt es intensive historische Nachforschungen und so weiß ich jetzt, dass viele Redewendungen ihren Ursprung in der Bibel und im Mittelalter haben.
Um Nachforschungen und historische Zusammenhänge soll es hier aber nicht gehen, sondern um die Gespräche „in Redewendungen“, die mein Mann mit unserem 7-jährigen Enkelsohn manchmal führt. Z.B. als unser Enkelsohn von seinen unschönen Erlebnissen mit einem Schüler auf dem Schulhof berichtete, meinte Opa: „das ist ja ein dicker Hund … da bleibt mir wirklich die Spuke weg … der nimmt sich ja was raus … der ist ja ein richtiges Schlitzohr … da ist ja ein Tohuwabohu angerichtet worden … den kauf ich mir. Allerdings … Hand auf´s Herz … was war denn der Stein des Anstoßes ..? naja, das werden wir schon an den Tag bringen … da müssen Dir nicht die Haare zu Berge stehen … du musst auch kein Häufchen Elend abgeben … und auch nicht in Sack und Asche gehen“.
Unnötig zu erzählen, dass unser Enkelsohn etwas ungläubig geschaut und (ohne Übersetzung) nicht ganz und gar verstanden hat, vielleicht nur soviel: Opa ist auf seiner Seite, schließlich „tragen wir unseren Enkelsohn ja auf Händen“.
3 Antworten
Das ist schön – aber welche Großeltern tragen ihre Enkel nicht auf Händen? Ein paar Wenige wird es wahrscheinlich (leider) geben, aber die sind eher die Ausnahme.
Das ist mir auch schon aufgefallen, dass die Sprache zwischen den Generationen schon sehr unterschiedlich ist. Umgekehrt hätte der Opa sicher auch Probleme zu verstehen, was der Enkel meint, wenn er in der Sprache seiner Altersgruppe mit ihm redet. Meine Mutter hat sich deswegen von ihrem Enkel ein Lexikon der Jugendsprache gewünscht. So verstehen sie sich besser.
was immer erzählt worden ist, in welcher ‚Sprache‘ auch (Alten- oder Jugendsprache), wenn der Kleine versteht (kapiert‘), dass ihn der Opa mag und auf seiner Seite ist – Herz, was willst Du mehr?