vignette_mielenzZu meinem 4-jährigen Enkelblog-Jubiläum fand ich in der Beilage (Nr.5 vom 31.1.2014, S.30) der Süddeutschen Zeitung einen Beitrag von Max Fellmann, der über eine Studie berichtet, die das ganze Ausmaß der geschriebenen Texte im Internet zusammengerechnet hat. “Jeden Tag produzieren wir Internettext, der ungefähr 36 Millionen Büchern entspricht. 400 Millionen Twitter-Mitteilungen. Mehr als eine halbe Millionen Blog-Einträge, rund 2 Millionen Kommentare allein auf Plattformen wie WordPress. Auf Facebook werden täglich 16 Milliarden Wörter getippt …. alles zusammen (incl. der E-Mails) 3,6 Billionen Wörter”. Und ich bin mit meinem Enkelblog im Magazin66 dabei, sehr, sehr bescheiden mit nur 350 Beiträgen zwar, aber immerhin doch Teil von Millionen von Menschen.
Max Fellmann findet, diese Größenordnung der täglichen Internettexte sei “Wahnsinn”, aber auch “gut für uns”.
Noch nie sei so viel geschrieben worden, noch nie hätten so viele Menschen den Wunsch gehabt, sich schriftlich (also in Worten) auszudrücken und ihre Meinungen, Sorgen und Ängste, Eindrücke und Gefühle öffentlich zu machen. Das kann manchmal gefährlich sein, bedeutet aber letztlich, dass man auf eine Antwort, auf eine Reaktion aus dieser “Öffentlichkeit” hofft.
Manche Wissenschaftler meinen, dass Schreiben zur Klärung von Gedanken beitragen kann. Denn erst, wenn der Gedanke formuliert ist (und dabei hilft Schreiben allemal – egal in welchem Medium), kann man darüber nachdenken und Probleme besser lösen.
“Wer im Internet schreibt, erwartet, dass er wahrgenommen wird”, sagt Max Fellmann. Natürlich ist im Internet viel Text dabei, auf den man gut und gerne verzichten könnte, auf das Magazin66, den Enkelblog und möglichst viele Nutzer sicher nicht?