Gefördert von der Baukasse der Sparkasse (LBS) und vom PROKIDS-Institut Herten durchgeführt gibt es seit mehr als 15 Jahren das LBS-Kinderbarometer, das das „Wohlbefinden“ von Kindern erforscht. Befragt werden in regemäßigen Abständen 10.000 Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahren zu verschiedenen Themen, die offenbar dieses Wohlbefinden kennzeichnen.
Nun also ist wieder eine neue Studie veröffentlicht worden (online zu finden unter LBS Pressemitteilung vom 24.10.2013), dieses Mal zu der Frage, ob Kinder dieser Altergruppe bereits über Schönheitsoperationen nachdenken -nicht für Oma und Opa, sondern für sich selbst. Immerhin 14% (also 1.400) Kinder (Mädchen?) tun dies. Sie wünschen sich eine bessere Figur (Fettabsaugen), eine schönere Haut (Beseitigung von Hautunreinheiten), perfekte Augenlider und eine gerade, kleinere Nase. Sie möchten halt aussehen wie ihre Barbie-Puppe oder wie die Stars –
Werbung und Casting-Shows bleiben offenbar nicht ohne Wirkung.
Darüber hinaus ist in der Stude noch dieser Zusammenhang hergestellt worden: „Je schlechter sich die Kinder in der Familie, in der Schule und in ihrem Umfeld fühlen, desto mehr beschäftigen sie sich mit ihrem Körper“ (ebd.).
Nun ist es ja nicht ungewöhnlich, dass Kinder, die auf dem Weg in die Pubertät oder bereits in der Pubertät sind, mit ihrem Körper unzufrieden sind und gerne mit ihrem Aussehen brillieren würden.
Dazu paßt der neueste Trend von selbstfotografierten Fotos (sog.“Selfies“), die in die sozialen Netzwerke gestellt werden. Klar, dass diese Fotos beweisen sollen, wie toll man aussieht und wie supertoll man gerade drauf ist.
In Großbritannien ist der Begriff „Selfie“ gerade zum Unwort des Jahres gewählt worden, in Deutschland fragt man Kinder, ob sie schon einmal über eine Schönheitsoperation nachgedacht haben. Muß das sein und wem nützt das?
3 Antworten
1.) Nein, muss nicht sein.
2.) Vermutlich hofft die LBS, dass es ihr nutzt, erscheint aber doch eher zweifelhaft.
schade, daß die kinder so wenig selbstwertgefühl haben. selbstbewußtes auftreten ist wichtig,
nicht arroganz, überheblichkeit und schönheit vergeht, aber. ausstrahlung bleibt. uns was man im kopf hat, dies ist das kostbarste gut.
liebe frau mielenz, danke für den enkelblog. frohe weihnachten