vignette_mielenzAlle Großeltern kennen das, die Zimmer ihrer Enkelkinder quellen mit Spielsachen aller Art über. Eigentlich ist alles vorhanden, den x-ten Baukasten oder das soundsovielte Stofftier zu schenken, erscheint nicht mehr sinnvoll. Manches Spielzeug hat schon längst das Interesse der Enkelkinder verloren und verstaubt nun in irgendwelchen Kisten, wartet vielleicht noch auf seine Wiederverwendung auf dem nächsten Kinder-Flohmarkt. Dennoch könnte manches Spielzeug altersgemäß ergänzt oder mit neuen Herausforderungen versehen werden.
Aber was tun? Noch mehr Spielzeug kaufen, das ist sicherlich keine gute Lösung, zumal schon jetzt etwa 200 € pro Kind und Jahr für Spielzeug ausgegeben werden.
Aus dieser Situation heraus entwickelten fünf junge Leute eine bemerkenswerte Geschäftsidee, die man unter www.meinespielzeugkiste.de im Internet finden kann und die bestimmt auch für (ratlose) Großeltern interessant ist.
Hier werden Spielsachen nicht verkauft, sondern verliehen. Das schont den Geldbeutel und auch die Umwelt und bringt überdies ein neues Bewußtsein des Teilens statt des Besitzens.
Man kann das Spielzeug selbst auswählen oder sich in der Auswahl beraten lassen. Angeboten werden 3 veschieden große Spielzeugkisten, die für 3 bis zu 6 Monaten ausgeliehen werden. Abos sind auch möglich. Die Rücksendung kostet nichts.
Hygenische Bedenken sind schnell ausgeräumt, wenn man weiß, dass das ja gebrauchte Spielzeug geprüft, gereinigt und luftdicht verpackt und nicht mehr als 6mal ausgeliehen wird. Künftig wird das Unternehmen auch bei der Spielzeugentrümpelung der Kinderzimmer helfen.
Spielzeug teilen statt immer neu zu kaufen – das ist doch wirklich eine gute Geschäftsidee und die Spielzeugkisten “auf Zeit” als Geschenk für die Enkelkinder auch für Großeltern interessant (zit. nach Süddeutscher Zeitung vom 6.8.2013).