Meine Enkeltochter ist 5 Jahre alt und hat einen “Freund”, den nur sie sieht und mit dem sie stundenlang spielt und erzählt. Mit 3 Jahren hatte sie einen von ihr erfundenen Hund, der Bello hieß, und den sie an einer nicht sichtbaren Leine “Gassi” führte. Später kam dann Paul, ihr ausgedachter Freund, dazu. Mit Paul unterhält sie sich am Telefon und wenn gegessen wird, muß auch für Paul der Tisch gedeckt werden. An diesen Platz darf sich natürlich niemand anderes setzen.
Wenn unsere Enkeltochter bei uns ist, ist Paul selbstverständlich dabei. Mein Mann hat für erfundene Freunde großes Verständnis, schließlich hatte auch er einen “Rogge”. Mir ist das ganze eher unheimlich, denn wenn unsere Enkeltochter etwas nicht tun möchte, dann behauptet sie, dass es Paul nicht gefällt oder dass Paul Angst hat. Und wenn es um was Süßes geht, dann hat eben Paul Appetit auf Schokolade. Mein Mann sagt, dass die erfundenen Freunde irgendwann auch wieder verschwinden und dass das für kleine (manchmal auch größere) Kinder ganz normal sei. Mal sehen, wie lange unsere Enkeltocher die Freundschaft mit Paul hält?