Es ist einer dieser französischen Filme, die so sanft daher kommen und einen trotzdem begeistern. Die Rede ist von dem “Labyrinth der Wörter”. Gérard Depardieu und Gisèle Casadesus begegnen sich auf einer Parkbank, irgendwo in der Provinz. Es ist eine kleine Stadt, in der sie leben. Er, nicht mehr ganz jung, aber trotzdem noch nicht richtig im Leben angekommen und sie, die alte Dame, die schon das Ende ihrer Tage herannahen sieht.
Das ungewöhnliche Gespann entdeckt die Macht der Worte und ganz nebenbei entwickelt sich eine außergewöhnliche Freundschaft. Dieser Film endet sehr tröstlich. Wer also unter Altersdepressionen leidet, sollte sich nicht in die schweren deutschen Filme ansehen, die in letzter Zeit ins Kino kamen, sondern die französischen bevorzugen. Sie behandeln das Thema Alter mit einer bewundernswerter Leichtigkeit. Und am Schluss findet sich doch immer noch jemand, der sich des alten Menschens mit Wärme annimmt.
Die Geschichte ist ein Plädoyer dafür, sich eine Offenheit gegenüber anderen zu bewahren, ihren Wert zu erkennen und zu schätzen. Wie in diesem Film.