Wir, Oma und Opa zweier noch kleiner Enkelkinder, sollen doch endlich in ihre Nähe ziehen, sagt unsere Tochter, das sei doch für alle praktisch, wir könnten uns viel häufiger sehen und an der Entwicklung der Enkelkinder teilhaben. Außerdem wäre das auch für sie gut, dann könnte sie vielleicht auch wieder einer Halbtagstätigkeit nachgehen. Und so alt seien wir doch auch noch nicht, dass wir einen Ortswechsel nicht verkraften würden. Aber genau das ist das Problem. Während mein Mann – verhalten zwar – aber doch begeistert ist und nach Immobilien Ausschau hält, versetzt mich dieser Gedanke in ziemlichen Schrecken. Wer möchte schon auf´s Land ziehen, wenn man doch die Stadt mit all´ ihren Angeboten gewohnt ist, immer nur Autofahren selbst für die kleinsten Dinge, Freunde und das ganze gewohnte Umfeld für Kinder und Enkelkinder “eintauschen”? Und was ist, wenn die Enkelkinder uns Großeltern nicht mehr immerzu brauchen, wenn wir uns mal nicht so gut verstehen, wenn das Zusammenleben von drei Generationen nicht funktioniert.
Jetzt müssen “Wiedersehen” mit der Familie und den Enkelkindern immer ein wenig organisiert werden, aber alle freuen sich aufeinander. Damit das so bleibt, sollten wir Großeltern doch lieber nicht umziehen?