vignette2012 Dear All, Auswandererkinder, die sich im Alltag zwischen den gegensätzlichen Kulturen Chinas zu Hause, und Nordamerikas, an Universität und Berufsleben bewegen, nennen sich selbst „ABC“ oder „CBC“, was für „American Born Chinese“ und „Canadian Born Chinese“ steht: in Nordamerika geborene Chinesen. Sprösslinge meist überdurchschnittlich erfolgreicher Einwandererfamilien, die ihre ethnischen Besonderheiten über Generationen weiter pflegen. Im Chatroom „Stuff Chinese People Like“ (Dinge, die Chinesen mögen) haben Teilnehmer eine amüsante Liste zusammengetragen, woran man als Immigrantenkind erkennt, aus welchem Stall man kommt. Hier eine Auswahl der typischen eigenen und groß- /elterlichen Gewohnheiten. Vielleicht erkennen Sie, werte Leser, darin auch eigene Eigenschaften oder Ihrer Vorfahren?
• Im groß-/elterlichen Kühlschrank warten stets Essensreste von Vortagen auf mich.
• Deren Küchenherd und die Wand dahinter sind mit Alufolie verkleidet.
• Die Groß-/ Eltern werfen keine Plastik- oder Alubehälter weg: Sie waschen diese aus, um sie als Tupperware-Ersatz einzusetzen.
• Egal wie gut meine Beurteilungen an Schule und Universität- einem der Eltern ist das nicht gut genug.
• Ich musste auf elterlichen Druck hin mindestens ein Musikinstrument erlernen.
• Unabhängig von der Tages-oder Nachtzeit fragen die Groß-/ Eltern am Telefon oder beim Skypen zu
allererst, ob ich schon gegessen hätte.
• Rührei wird in der Küche mit Essstäbchen geschlagen.
• Für jede Ausfahrt, die länger als 15 Minuten dauert, nehmen die Groß-/Eltern Picknick und Getränke mit.
• Groß-/ Mutter züchtet Kräuter im Garten oder auf dem Balkon.
• Meine Groß-/ Eltern sind peinlich schlechte Autofahrer.
• Einer der Großeltern hält Käfigvögel.
• Einer der Groß-/Eltern hat ein Aquarium.
• Ich habe noch nie mit meinen Groß-/ Eltern über Sexualität gesprochen.
• Groß-/ Eltern fahren eine halbe Stunde durch die Stadt, um die billigste Tankstelle zu finden.
• Bei den Großeltern ist die Wohnung immer zu kalt; dafür tragen sie zwei Schichten an Pullis.
• Ich habe noch nie meine Groß-/ Eltern beim Austausch von Zärtlichkeiten untereinander gesehen.
• Im Haushalt der Groß-/ Eltern liegen ein halbes Dutzend Fernsteuerungen für alles Elektrische herum.
• Die Fernsteuerungen sind mit Plastikfolie umhüllt.
• Ich habe ab und zu Heißhunger auf Congee (eingedickte Reissuppe) mit hundertjährigen Eiern.
• Im Chinarestaurant sind für uns Süßsaures und Chop Suey tabu.
• Im Auto baumelt vom Rückspiegel ein chinesischer Glücksbringer.
• Einer der Großväter meint immer, alles selbst reparieren zu können.
• Jemand in der Familie betreibt ein Lebensmittelgeschäft.
• An einer der Türen hängt ein auf den Kopf gestelltes „Fu“ – Zeichen („Glück“ auf dem Kopf kann auch „Glück, komm‘“ heißen).
• Jemand in der Familie kennt jemanden mit guten Kontakten zu jemandem, bei dem man  ALLES ganz billig bekommen kann.
• In der Küche steht 24/7 eine (elektrische) Thermoskanne mit Heißwasser.
• Straßenschuhe bleiben vor der Haus-/ Wohnungstür.
• Ich lasse beim Nachdenken unbewusst Kugelschreiber auf dem Daumenballen rotieren.
• Groß-/ Eltern bringen als Gastgeschenk IMMER Obst mit.
• Groß-/ Mutter braucht zehn Minuten am Gemüse- und Obststand, um einwandfreie Exemplare auszusuchen.
• Groß-/ Eltern schlafen im Sommer lieber auf Bastmatten als auf Matratzen.
• Familientreffen werden nicht unter 100 Dezibel abgehalten.
Falls Sie von diesen Routinen mehr als 10 für sich bejahen können, sind Sie fit für eine harmonische sino-deutsche Beziehung. Sollten Sie mehr als 20 Aspekte für sich bejahen, rate ich Ihnen zu einer sorgfältigen Abstammungsrecherche auf der Suche nach genetischen Chinaspuren; fast unfehlbar!
Ihr Global Oldie