Beim Recherieren zu Großeltern-Enkel-Geschichten im Internet bin ich auf einen Artikel von Helga Gürtler im Familienhandbuch des Staatsinstituts für Frühpädagogik (www.familienhandbuch.de) gestoßen, in dem sie versucht, (neben vielen guten, aber nicht neuen Erkenntnissen) Omas und Opas in verschiedene Typen einzuteilen, damit sich jede und jeder heraussuchen kann, was für eine Oma bzw. was für ein Opa sie oder er sein möchte.
Nach Helga Gürtler gbt es die folgenden Oma-Typen: die Kümmer-Oma (kümmert sich um alles), die Fütter-Oma (bietet immer Gutes zum Essen, auch Leckreien), die flotte Oma (sieht aus wie die Schwester ihrer Tochter), die Nase-wärm-Oma (bietet Geborgenheit und Schutz), die Strick-und Stopf-Oma (flickt und strickt einfach alles), die Neugier-Oma (möchte alles wissen), die Übelnehm-Oma (aus Unaufmerksamkeiten wird ein Mangel an Zuneigung), die Feuerwehr-Oma (ist immer zur Stelle), die Emanzen-Oma (“verschwestert”
sich mit der Schwiegertochter) und die Muster-Oma (lieb, leise, selbstlos, rücksichtsvoll).
Opa-Typen gibt es nicht gar so viele: der Spiel-Opa (spielt mit den Enkelkindern die wildeste Spiele), der Mecker-Opa (ihm ist selten was recht, ist aber eher ruhig, nur manchmal fährt er regelrecht “aus der Haut”), der Chaoten-Opa (vergißt die selbstverständlichsten Dinge), der Besserwisser-Opa (muß wohl nicht erklärt werden), der Abenteuer-Opa (geplante Unternehmungen gehen regelmäßig schief), der Finanzierungs-Opa (ist sparsam, gibt aber manchmal gerne) und der Reparier-Opa (ist bei Familientreffen eher im Hobbykeller zu finden).
Alles in allem findet Helga Gürtler also mehr Oma- als Opa-Typen, wobei die auch noch viel schlechter (bis auf den Spiele-Opa) wegkommen. Was lehrt uns Omas und Opas diese Typisierung? Doch wohl rein gar nichts, denn jede Oma und jeder Opa wird von allen Eigenschaften etwas haben.
Was die Enkelkinder dazu zu sagen hätten?