Unser Sohn hat einen inzwischen 8-jährigen Sohn, war aber mit der Mutter seines Kindes nicht verheiratet. Nicht ungewöhnlich, wie wir gelesen haben, dass immer mehr Paare mit Kindern nicht verheiratet sind. So lange kein Streit unter den Erwachsenen war, haben wir uns regelmäßig besucht und uns an unserem Enkelsohn erfreut. Es spielte keine Rolle, ob unser Sohn verheiratet war oder eben nicht – da wollten wir uns auch nicht einmischen. Nun aber haben sie sich getrennt (warum auch immer?), unser Enkelsohn ist bei der Mutter geblieben und unser Sohn muß für sein Sorgerecht streiten, schließlich möchte er über den Lebensweg seines Sohnes mit entscheiden. Leider hat unser Sohn es versäumt, beim Jugendamt mit seiner Lebensgefährtin für ihr gemeinsames Kind eine Sorgerechtserklärung abzugeben, d.h. das Sorgerecht hat allein die Mutter – und das ist nicht nur für meinen Sohn mehr als schwierig, sondern auch für uns Großeltern. Jetzt haben wir gehört, dass die Rechte nichtehelicher Väter gestärkt worden sind. Sollen wir unserem Sohn zur Sorgerechtsklage raten oder werden damit die noch irgendwie vorhandenen Beziehungen der Erwachsenen ganz und gar zerstört? Dann sehen wir unseren Enkelsohn vielleicht überhaupt nicht mehr?