Wer möchte Kindern und Jugendlichen beim Lernen helfen und damit Corona bedingte Wissenslücken schließen? Nach vorsichtigen Schätzungen haben mindestens 20 bis 25 Prozent der Familien mit schulpflichtigen Kindern keine gute digitale Ausstattung und Zugang zum Internet. Die Folge ist, das benachteiligte Kinder und Jugendliche Gefahr laufen, weiter zurückzufallen.  Um das zu verhindern, sucht die Stadt Nürnberg für ein neues Ehrenamtsprojekt engagierte Erwachsene jeden Alters.

Corona hat ein Schlaglicht darauf geworfen, wie schnell für Kinder und Jugendliche die Bildungserfahrungen unterbrochen werden und wie schnell die in Deutschland schon vorher ausgeprägte Bildungsschere zwischen „bildungsärmeren“ und „bildungsreicheren“ Familien weiter aufgeht. Die Begriffe klingen modern und zukunftsträchtig. Ob von E-Learning oder Home Schooling die Rede ist, gerade in Zeiten der Pandemie wurden Medien, Politik und Technologiekonzerne nicht müde, die Vorteile des Lernens zu hause zu preisen. Doch die Möglichkeit, mit Hilfe von Computerprogrammen den Unterrichtsstoff zu bewältigen, hat seinen Preis. Das können sich viele nicht leisten.

Corona ist deshalb ein Anlass, mit einem breit angelegten Tutor/-innen- und Bildungspat/-innen-Programm auf diese Situation möglichst schnell zu reagieren: „Teamplayer/-innen“ stehen für Fairplay in der Bildung. Außerdem hat Corona hat auch gezeigt, wie unglaublich viele Menschen hilfsbereit in einer Krise sind, daran möchte die Stadt Nürnberg gerne anknüpfen und hofft auf breite Unterstützung.

Wie geht es: Teamplay“ ist ein Tandem-Projekt zwischen je einer ehrenamtlichen Person und einem Kind oder Jugendlichen. Zielgruppe von „Teamplay“ sind vor allem – aber nicht ausschließlich – Kinder aus Grundschulen und Förderzentren sowie Kinder und Jugendliche aus Mittelschulen sowie z.B. Kinder aus Alleinerziehenden-Haushalten.

  • Für die Ehrenamtlichen im Teamplay-Tandem gibt es keine formalen Voraussetzungen.
  • Das Teamplayer/-innen-Tandem soll sich wöchentlich persönlich (soweit mit den Corona-Einschrän­kungen vereinbar) treffen und hält darüber hinaus persönlichen Kontakt (z.B. per Telefon).
  • Der „Bildungsauftrag der Teamplay-Ehrenamtlichen kann Nachhilfe und Hausaufgabenbetreuung mit umfassen, ist aber auf eine allgemeine Begleitung des Bildungswegs, auf Ermutigung („Lob und Trösten“), auf Aufbau von Selbstorganisation und Selbstwirksamkeit, auf Ermöglichung von Zugängen, auf digitalen Support usw. angelegt.
  • Die Regeln des Jugendschutzes, des Gesundheitsschutzes und natürlich die Zustimmung der Eltern sind Voraussetzung für die Bildung eines Teamplay-Tandems.

Interessierte bitte hier melden

Die Corona-Hotline im Referat für Jugend, Familie und Soziales der Stadt Nürnberg nimmt ab sofort Interessensmeldungen entgegen und steht für alle Fragen zur Verfügung! Telefon: 0911 231 2344 (Mo – Fr 10-17 Uhr), engagiert@stadt.nuernberg.de. Über bundesweite Projekte informiert das Familienministerium.

Viele weitere Informationen: https://www.nuernberg.de/internet/nuernberg_engagiert/teamplay.html.