Immer mehr ältere Menschen nutzen den medizinischen Fortschritt. Eine Augen-OP zur Behandlung von altersbedingten Augenerkrankungen ist heute weit verbreitet. In fast jeder Stadt finden sich Ärzte, die sich darauf spezialisiert haben.
Doch vor dem Eingriff stehen etliche Untersuchungen. Nun gibt es die Mär, dass sich Senioren besonders gerne in Wartezimmern von Ärzten aufhalten. Das kann ich nicht bestätigen und es gilt schon gar nicht für Begleitpersonen.
Gerade war ich mit meiner Mutter beim Narkosearzt. Drei Stunden mussten wir uns dort trotz eines vereinbarten Termins in Geduld üben, bis man den Arzt zu Gesicht bekam. Das empfinde ich als extreme Zeitverschwendung. Meine Mutter war mit Anfang 80 die älteste im Wartezimmer und konnte nach einer gewissen Zeit kaum noch sitzen. Einige Jüngere hatten schon vorher aufgegeben. Die mussten wieder zur Arbeit.
Man sollte hier doch bessere Regelungen finden.
Als ich mit einer Freundin in Stuttgart darüber sprach und mich beklagte, erzählte diese mir, dass es ihr ähnlich ergangen sei als ihr Mann eine Augen-OP vor sich hatte.
Bei der Bahn und im Flugzeug bekommt man bei einer solch großen Verspätung eine finanzielle Erstattung. Das sollten die Patienten auch beantragen dürfen. Oder zählt deren Zeit überhaupt nichts?