
Unsere Tochter sagt, sie wolle nicht in der Mutterrolle „gefangen“ sein und sich für Familie und Kindern aufopfern. Überhaupt sei „die Welt doch viel zu schlecht“, um Kinder zu haben und sie den Klimakatastrophen, kriegerischen Auseinandersetzungen und schlechten Aussichten in Bildung und Arbeit auszusetzen. Und eine „Pflegeversicherung“ oder ein Garant gegen Einsamkeit im Alter seien Kinder auch nicht.
Uns haben diese Diskussionen sehr nachdenklich, aber auch sehr traurig gemacht, denn wir finden, unsere Kinder haben eine sehr egoistische Haltung. Auch zu unserer Zeit waren die Aussichten für Kinder überhaupt nicht rosig und von Entbehrungen aller Art geprägt. Aber wir müssen wohl die Entscheidung unserer Kinder akzeptieren, dass wir nicht Großeltern werden und damit auch keine eigenen Enkel haben können. Nach ihrer Familienplanung werden wir nicht mehr fragen.
Da wir sehr gerne Kinder um uns haben, möchten wir uns einem Großeltern-Dienst anschließen oder am liebsten „Patengroßeltern“ einer Familie mit kleinen Kindern werden. Oder ist das zu sentimental oder vielleicht auch egoistisch?




