BAGSO Vorsitzender Franz Müntefering. Foto: © BAGSO_Uli Deck

“Das Thema Pflege wurde zum Thema Nummer eins des 12. Deutschen Seniorentages. Wir fühlen uns ermutigt, aufs Tempo zu drücken: Das gilt für die Pflege zu Hause und die Pflege in Heimen“, sagte Franz Müntefering, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) zum Abschluss der dreitägigen Veranstaltung Ende Mai. „Die Politik ist aufgefordert, klar und zielführend festzulegen, wie in konkreten Schritten bis zum Jahr 2020 die Zukunftsfähigkeit der Pflege wiederhergestellt wird, ” betonte der Sprecher von 117 Mitgliedsverbänden.

Viel zu entdecken gabe es bei den zahlreichen Ausstellern. Foto: BAGSO_Klaus Görgen

Der Appell nach Verbesserungen in der Pflege ist auch eine zentrale Botschaft eines gemeinsamen Positionspapiers, das die 117 BAGSO-Mitgliedsverbände zum 12. Deutschen Seniorentag veröffentlichten. In der „Dortmunder Erklärung“ ermutigen die Verbände zudem Menschen jeden Alters, auf andere zuzugehen, sich für das Gemeinwesen zu engagieren und Teil einer solidarischen Gesellschaft zu sein: „Gerade in Zeiten wachsender populistischer Strömungen
sehen wir im Zusammenhalt zwischen Menschen unterschiedlicher Generationen, Herkunft und Lebenssituationen eine unverzichtbare Voraussetzung für eine lebendige Demokratie.“

Eckehard von Hirschhausen fand viele aufmerksame Zuhörer. Foto: BAGSO_Klaus Görgen

Auf dem 12. Deutschen Seniorentag gab es in Dortmund eine große Bühne für Prominenz. Im Goldsaal der Westfalenhallen haben sie darüber gesprochen, wie sie sich mit dem Thema Alter auseinandersetzen und wie sie ihr eigenes Älterwerden erleben. Die Ärztin und Schauspielerin Dr. Marianne Koch darüber sprechezeigte z.B., wie Gesundheit im Alter gelingen kann. Der Neurobiologe und Autor Prof. Dr. Gerald Hüther beschäftigte sich in einem Vortrag mit der Kraft der Gemeinschaft. Und der frühere Bremer Bürgermeister und bekannteste WG-Bewohner Deutschlands, Henning Scherf, stellte zusammen mit der Gesundheitswissenschaftlerin Prof. Dr. Annelie Keil ihr gemeinsames Buch „Das letzte Tabu“ vor.

Vom 28. bis 30. Mai 2018 haben rund 15.000 Menschen die Veranstaltung in Dortmund besucht, darunter auch viele junge Menschen.

Fit durch gemeinsame Übungen. Foto: BAGSO_Klaus Görgen