Der Beitrag war eine erfrischende Abwechslung in dem Reigen der Weltnachrichten. Er handelte von einer Regisseurin, die mit 80 Jahren ihren ersten Film dreht. Natürlich gelingt so etwas nicht irgendeiner Regisseurin, sondern wahrscheinlich nur einer, die schon viele Jahrzehnte in der Filmbranche zuhause ist. Das trifft auf Eleanor Coppola zu. Die dreifache Mutter und Ehefrau des berühmten Regisseurs Francis Coppola hat ihrer Familie mit dem bezaubernden Roadmovie “Paris kann warten” ein Denkmal gesetzt.
Ich habe den Film noch nicht gesehen – nur Ausschnitte – plane aber einen Besuch in den nächsten Tagen.

Eleanor Coppola ist eine spannende Persönlichkeit. Sie ist nicht nur Ehefrau von Regielegende Francis Ford, Mutter von Oscar-Gewinnerin Sofia sowie Tante von Nicolas Cage, sondern auch die vielleicht älteste Regiedebütantin der Welt. Denn auch wenn man es ihr nicht ohne weiteres ansieht: Zwei Monate vor dem deutschen Kinostart ihres ersten Spielfilms “Paris kann warten” hat die eindrucksvolle Frau ihren 81. Geburtstag gefeiert. Es ist selbstverständlich, dass sie die erste Garde an Schauspielern verpflichten konnte, darunter Diane Lane, Arnaud Viard und Alec Baldwin.

Mehr zum Film findet sich in diesem Beitrag.

Was ich sehr beeindruckend finde ist, wie Eleanor Coppola mit ihrer Rolle als Frau im Schatten eines berühmten Mannes umgeht. Sie klagt nicht, sondern erklärt es als dem Zeitgeist geschuldet. Das Verständnis der Rollen von Männern und Frauen war damals so. Basta. Aber nun hat es sich gewandelt und somit war es an der Zeit für sie, aus dem Schatten ihres berühmten Mannes herauszutreten. Dass es erst mit gut 80 Jahren der Fall war, ist für sie völlig unerheblich.
Das sollte Mut machen, sich nicht mit Situationen abzufinden, die einem schon lange nicht mehr behagen, wie beispielsweise alte Rollenklisches. Es ist eben nie zu spät, neu anzufangen. Eleanor Copolla hat es bewiesen.

Wer den Film anschaut, möge doch bitte in der Kommentarspalte einen kleines Feedback schreiben. Danke!