Anzeige

Wenn der Arzt ins Wohnzimmer kommt

Wer weit von der nächsten Stadt entfernt wohnt, muss meist viel Zeit einplanen, um den nächsten Facharzt aufzusuchen. Wenn es um Untersuchungen geht, lässt sich dies nicht umgehen. Aber um Ergebnisse zu besprechen oder den Behandlungsverlauf mit dem Arzt zu diskutieren, ist ein persönlicher Besuch in der Praxis nicht immer notwendig. Seit Oktober testet eine medizinische Kooperative eine Online-Video-Sprechstunde im Praxisalltag. Sie soll ebenso individuell und aufschlussreich sein wie der Besuch beim Arzt, gleichzeitig aber deutlich weniger Aufwand für den Patienten bedeuten.

Wer weit von der nächsten Stadt entfernt wohnt, muss meist viel Zeit einplanen, um den nächsten Facharzt aufzusuchen. Wenn es um Untersuchungen geht, lässt sich dies nicht umgehen. Aber um Ergebnisse zu besprechen oder den Behandlungsverlauf mit dem Arzt zu diskutieren, ist ein persönlicher Besuch in der Praxis nicht immer notwendig. Seit Oktober testet eine medizinische Kooperative eine Online-Video-Sprechstunde im Praxisalltag. Sie soll ebenso individuell und aufschlussreich sein wie der Besuch beim Arzt, gleichzeitig aber deutlich weniger Aufwand für den Patienten bedeuten.

So sieht ein Patientengespräch bei Patientus aus. Foto: Patientus/OpenPR.de
So sieht ein Patientengespräch bei Patientus aus. Foto: Patientus/OpenPR.de

Beteiligt an der Kooperative sind die Techniker Krankenkasse (TK), das HNOnet-NRW, ein Zusammenschluss niedergelassener HNO-Ärzte, und das Softwareunternehmen Patientus. Versicherten der TK steht die Tür zur Telemedizin im ärztlichen HNO-Bereich seit Oktober offen. Etwa 25 Hals-Nasen-Ohren-Ärzte aus Nordrhein-Westfalen nehmen bisher an dem Projekt teil, Tendenz steigend. Für die optimale medizinische Nachversorgung – die teilnehmende Ärzte gemeinsam mit ihren Patienten im Vorfeld absprechen – können nun Befundbesprechungen, Aufklärungen und Verlaufskontrollen digital vorgenommen werden. Zudem gibt es die Möglichkeit, digital gemeinsam medizinisches Bildmaterial anzuschauen. „Für Patienten bietet die Online-Video-Sprechstunde ein medizinisches Angebot auch außerhalb der normalen Sprechzeiten“, erklärt Dr. Lothar Bleckmann, Vorstandvorsitzender der HNOnet NRW eG. die Vorteile. „Für die Mediziner ist es so einfacher, Patienten zu betreuen, die schon einmal persönlich in der Arztpraxis waren.“

Ziel der Projektpartner ist es, die Videosprechstunde in die ambulante fachärztliche Versorgung zu integrieren, damit Versicherte leichter auf ärztliche Leistungen zugreifen können. Günter van Aalst, Leiter der TK-Landesvertretung in Nordrhein-Westfalen: „Das Gesundheitswesen hat den Schritt von der Schreibmaschine zum PC vollzogen, jetzt muss der Sprung ins digitale Zeitalter folgen. Mit Telemedizin wird Expertenwissen ins Wohnzimmer der Patienten gelangen.“

Datensicherheit wird durch moderne Sicherheits- und Verschlüsselungsstandards gewährleistet. Zudem werden Gesprächsinhalte nicht gespeichert. Den reibungslosen Terminablauf sichert ein individueller Termin-Tan. Patienten benötigen keine zusätzliche Hard- oder Software. Ein PC oder Laptop mit Internetverbindung und einer handelsüblichen Webcam genügt.

Erste Erfahrungen zeigen, dass die Online-Video-Sprechstunde technisch gut funktioniert und auch von den Patienten positiv bewertet wird. „Sie wird den technischen Möglichkeiten unserer Zeit gerecht“, fasst Dr. Bleckmann zusammen. „Sie verbindet Komfort für den Patienten mit guter ärztlicher Versorgung.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Skip to content