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Ältere Männer machen die meisten Überstunden

Laut der aktuellen Studie „Arbeitszeitmonitor 2015“ der Vergütungsplattform Gehalt.de müssen über 63 Prozent der Deutschen länger arbeiten. Einen Ausgleich für die Zusatzleistung erhalten knapp 56 Prozent – für 44 Prozent gibt es weder mehr Geld noch Freizeit.
Wenn die Wirtschaft brummt, ist Mehrarbeit angesagt. Foto: epd
Wenn die Wirtschaft brummt, ist mittlerweile ganz selbstverständlich Mehrarbeit angesagt. Foto: epd

Laut der aktuellen Studie „Arbeitszeitmonitor 2015“ der Vergütungsplattform Gehalt.de müssen über 63 Prozent der Deutschen länger arbeiten. Einen Ausgleich für die Zusatzleistung erhalten knapp 56 Prozent – für 44 Prozent gibt es weder mehr Geld noch Freizeit.

Was im Arbeitsvertrag steht, muss nicht immer der Wahrheit entsprechend – dies gilt insbesondere für die Arbeitszeit. Laut der Studie von Gehalt.de sind die meisten Deutschen zwischen 36 und 40 Stunden pro Woche beschäftigt. Viele arbeiten länger, die meisten (über 40 Prozent) bis zu fünf Stunden zusätzlich. Fünf bis zehn Stunden mehr erreichen knapp 16 Prozent und elf bis 15 Stunden fast vier Prozent.

Am längsten arbeiten Beschäftigte in der Unternehmensberatung. In dieser Branche werden durchschnittlich jede Woche mindestens sechs Überstunden geleistet. Es folgen das Hotel- und Gaststättengewerbe mit 5,5 Stunden und das Segment für Konsum- und Gebrauchsgüter mit 5,2 Stunden. Der branchenübergreifende Durchschnitt liegt bei 3,8 Stunden.

Ältere Beschäftigte arbeiten mehr

Je höher das Alter, desto mehr Überstunden werden geleistet. Laut Studie arbeiten unter 20-Jährige nicht länger als 2,4 Stunden zusätzlich, während im Alter zwischen 50 und 60 Jahren vier bis fünf Überstunden keine Seltenheit sind. „Die Korrelation zwischen Mehrarbeit und Alter erklärt sich vor allem durch höhere Hierarchieebenen und die damit einhergehende größere Verantwortung für Beschäftigte“, sagt Artur Jagiello, Firmensprecher von Gehalt.de.

Nur wenige erhalten einen Ausgleich

Mehr Überstunden bedeuten nicht automatisch einen größeren Ausgleich. Im Gegenteil: 48 Prozent der Beschäftigten mit bis zu fünf zusätzlichen Stunden pro Woche erhalten einen entsprechenden Gegenwert seitens ihres Unternehmens, die andere Hälfte geht leer aus. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit 16 bis 20 Überstunden werden noch seltener ausgeglichen. Hier liegt der Anteil bei lediglich 18 Prozent.

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