vignette_mielenzHaben Sie das auch schon mal erlebt? Sie haben ihrem Enkelsohn oder ihrer Enkeltochter zum Geburtstag gratuliert oder zu Weihnachten, zur Konfirmation oder zu einer anderen Gelegenheit einen langen Brief geschrieben und als Geschenk einen Geldschein beigefügt, wie man das als Großeltern so macht voller Vertrauen in die Deutsche Post, dass ihr Brief pünktlich den Empfänger erreicht. Dann hören Sie eine ganze Weile nichts von ihrem Enkel, kein Dankeschön und kein Freudesjubel. Schon etwas “angesäuert” entschließen Sie sich, doch mal bei ihrem Enkel nachzufragen und erfahren, dass ihr Brief mit den guten Gaben nicht angekommen ist.
Die Deutsche Post und andere Zustellerunternehmen befördern täglich geschätzte 70 Millionen Sendungen, Briefe und Pakete. Wieviele davon (auch täglich) verschwinden, dazu gibt es keine genauen Angaben, die Zahl dürfte allerdings nicht unerheblich sein. Wenn man als Absender wissen möchte, was aus seiner Briefsendung geworden ist, dann kann man bei der Post (oder auch online) einen Nachforschungsantrag stellen und versuchen, Licht ins Dunkel zubringen. Allerdings so richtig oft werden die Sendungen nicht gefunden.
Die Post haftet nicht für reguläre Briefsendungen und für Einschreiben nur bis zu 25 €.
Um möglichem Briefklau oder möglicher Briefvernichtung vorzubeugen, sollten Großeltern keine Geldgeschenke oder Wertgegenstände in den Briefumschlag tun. Fast alle Kinder haben für ihr Taschengeld heutzutage bereits eigene Konten. Bei einer Überweisung ist zwar der Überraschungseffekt weg, das Geldgeschenk kommt aber sicher an.
Wir jedenfalls sind aus Erfahrung klüger geworden. Wir haben unserer Enkeltochter zu ihrem 18.Geburtstag ein besonderes Geldgeschenk gemacht und wir wissen, dass der Zusteller den Brief in den Briefkasten eingeworfen hat. Dann war die Aufregung groß, denn unsere Enkeltochter hat unseren Brief “mit der vielen Werbung” in den Papiercontainer entsorgt, dann aber doch zum Glück wieder gefunden. Jetzt hoffen wir, dass das auch stimmt?