vignette2012Hello All, Unsere Bloggerin “Alter Ego” hatte das Eis gebrochen mit ihrem Beitrag zur Sexualität in japanischen Seniorenheimen. Weil’s wichtig ist, lege ich nach. Wir schrieben das Jahr 5 vor Viagra (1993), als ich im Großraum Miami und Naples (Florida) Interviews und Gruppendiskussionen zu einem pikanten Thema führen durfte: Spritzen gegen Impotenz – „erektile Dysfunktion“ heißt das weniger peinlich. Dort, wo viele der lebensbejahenden und nicht unvermögenden Amerikaner ihr Alter verbringen. Wer in jenen hochwertigen „adult oriented gated communities“ (spezielle Siedlungen für Senioren) lebt, hatte Erfolg gehabt und Stolz sowieso. Braun gebrannte Golfspieler, Sporthochseefischer mit kräftigen Armen, laute, angstfreie Typen; modische Damen, geschminkt, gesundheitsbewußt.
Nach Männer und Frauen getrennt, stellten wir Wirkung und Anwendung von sog SKAT Spritzen vor, die damals kurz vor der Marktreife standen. Meine Aufgabe war es, deren Akzeptanz bei möglichen Verordnern und Anwendern zu testen sowie Vorschläge zur optimierten Handhabung jener Injektionsgeräte herauszuarbeiten. Das Versprechen: 80% Erfolgsquote innerhalb von Minuten mit zuverlässigem Stehvermögen für über eine Stunde, jedoch um den Preis eines Einstichs ins männliche Allerempfindlichste, zusätzlich zum selbst zu bezahlenden Rezept nach Arztbesuch. Ein echtes Dilemma, das zu sehr munteren Diskussionen führte. Zu Beginn interessierten sich die kräftigen Herren eher schüchtern für die technischen Aspekte. Dann kam Scheu auf: Das peinliche Gespräch beim Arzt mit eingehender Untersuchung; und der Pieks. Geld? Eine zuverlässige Erektion sei fast jeden Preis wert, sagten die Braungebrannten. Doch der Pieks… Wären die neu gewonnenen Mannesmöglichkeiten nicht diese kleine Heldentat wert? Hinge von den Damen ab – Grinsen. Die Interviews mit den älteren Damen liefen in der Regel wesentlich unverkrampfter. Sie wüssten, wie sehr Versagensangst ihre Männer quälten, die sich zur Bettzeit zunehmend mehr fürs Sportfernsehen und gute Bücher interessierten als für die Ehefrau. Der Pieks? Doch für einen Kerl wie meinen Mann kein Problem. Würden sie ihren Mann zum Arzt schicken?
„Na ja, brauchen wir das noch? Ich dachte, wie wären mit dem Thema durch.“ „Da kommt die Pharmaindustrie und bläst wieder Wind in die kalte Asche“ „Wäre schon gut für uns beide“ „Früher hatten wir so viel Zuneigung aber so wenig Zeit für einander. Jetzt hätten wir Zeit, um der Zuneigung auch wieder Taten folgen zu lassen, nur ging’s halt nicht mehr so wie erwartet. Das Zeugs da wäre schon ein Segen, really.“
„Wann kommt das in die Apotheken? Ich geh’ zum Arzt und hol ihm das. Jetzt hat wer keine Ausreden mehr!“.
Good Bless America !
Ihr Global Oldie
P.S. Inzwischen gibt es die SKAT- Mittel auch in Europa, „fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“