Großeltern haben immer mehr die Qual der Wahl und dabei auch Verständnis-Probleme, wenn es um die “richtigen” Spielzeuggeschenke für die Enkelkinder geht. Einen Einblick in die Vielfalt der Spielzeug-Produkte heutzutage gibt die Nürnberger Spielwarenmesse mit sage und schreibe 1 Millionen Spelzeug-Produkten, davon etwa 70 000 Neuheiten.
“Mensch ärgere Dich nicht” und andere altertümliche Spiele aus der Großeltern-Kinderzeit gehören der Vergangenheit an, könnte an meinen, und der gute alte Teddybär auch. Trendiges neues Spielzeug braucht unbedingt elektronische Komponenten, mit denen man das jeweilige Spielzeug über das Smartphone und die entsprechenden Apps in Bewegung bringen kann, Elektronik also, mit der unsere Enkel aufwachsen und offenbar auch ganz selbstverständlch umgehen, sagen die Hersteller. Auch klassisches Spielzeug, wie z.B. Puzzles, Rennautos oder Eisenbahnen bekommen digitale Anwendungen – ohne Elektronik – das war gestern.
Stofftiere sind nicht einfach nur Stofftiere, sie haben jetzt leuchtende Augen, können ihren Körper bewegen, können sprechen und reagieren “interaktiv”, d.h. sie reagieren auf Worte, Streicheln und auch Musik. Puppen sind auch nicht mehr einfach nur Puppen, sie sehen neuerdings sehr “menschlich” aus, haben eine weiche “Haut”und können nach den Fingern greifen, wenn man sie an der Hand berührt.
Als Oma, die ich ja nicht mit Computer, Smartphone und Spielekonsole aufgewachsen bin, bin ich in dieser schönen neuen Spielzeugwelt mit den passenden Geschenken für meine Enkelkinder völlig überfordert und ratlos, was ihnen zu spielen Spaß macht, wenn sie bei mir zu Hause zu Besuch sind. “Schwarzer Peter” wird doch noch gehen oder ist dieses Kartenspiel auch völlig out?