Immer wieder liest man, dass sich Großeltern geradezu rührend um ihre Enkelkinder kümmern, umgekehrt gibt es eher selten Geschichten von Enkelkindern, die sich um die Großeltern sorgen. Aber die von unserer 19-jährigen Enkeltochter und meinem Mann (dem Großvater also) ist so eine.
Angeregt durch einen Betrag im magazin66 hatte mein Mann beschlossen, unbedingt zu dieser Ü30-Disco (Ü40 und Ü49 gibt es auch schon) gehen zu wollen, schließlich hatte er doch früher so gerne getanzt und das möchte er bei “altersgemäßem Angebot” mit Musik aus seiner Jugendzeit wieder tun – eben in einer Disco und nicht in einem Tanzkurs, wo es seiner Meinung nach doch eher ruhig und gemäßigt zugeht.
Nur alleine wollte er da nicht hin, denn ich (die Großmutter) falle wegen heftiger Gelenkprobleme aus. Also hat sich unsere Enkeltochter angeboten, ihn zu begleiten, um mal zu sehen, “was bei den Alten so abgeht”. Es fing damit an, dass Opa problemlos in die Disco eingelassen wurde, unsere Enkeltochter aber “kontrolliert” wurde, ob sie auch “alt” genug sei. Für ihren Einlass war dann letztlich Opas Begleitung ausschlaggebend. Richtig Stimmung kam erst ziemlich spät auf, ganz wie in jeder “richtigen” Disco so ab 23.00 Uhr. Die Disco-Musik hat beiden gefallen, orientieren sich doch die Jungen zunehmend wieder an der “alten” Popmusik mit den inzwischen auch “alten” Interpreten.
Jedenfalls haben Opa und Enkeltochter ein gemeinsames Vergnügen gefunden. In die nächste Disco Ü30 wollen sie wieder gehen, denn “für die Alten gab es echt tolle Musik und getanzt haben sie auch wie wild”, sagt unsere Enkeltochter.
Disco – ein Generationen übergreifendes Projekt … bis Opa die Puste ausgeht?