Es ist für Großeltern (und Eltern) schon jetzt nicht einfach, für ihre Enkelkinder schadstofffreies oder zumindest schadstoffarmes Spielzeug zu finden. Obwohl es in Deutschland strenge Vorschriften, Prüfstellen und Gütesiegel gibt, ist die Suche nach “gutem” Spielzeug oftmals nicht ohne Probleme.
Ab dem kommenden Jahr beabsichtigt die EU-Kommission, die Grenzwerte für den Anteil von Arsen, Blei und Quecksilber in Spielsachen zu erhöhen, d.h. dass noch mehr dieser gesundheitsgefährenden Schadstoffe im Spielzeug enthalten sein dürfen. Gegen diesen europäischen Gesetzetwurf will die Bundesregierung klagen, die Klageschrift wird zurzeit vorbereitet.
Was aber treibt die EU-Kommission zu einem solchen Schritt, zumeist kleine Kinder durch Spielzeug noch mehr gesundheitsgefährdenden Schadstoffen auszusetzen? Welche Firmen lassen es überhaupt zu, dass ihre Spielzeug- Produkte kontaminiert und damit gesundheitsgefährend sind? Dabei erinnere ich mich gut, dass vor einiger Zeit wegen der hohen Belastungen mit Schadstoffen die Einfuhr von Spielzeug aus Fernost verboten wurde, jetzt aber soll andererseits gestattet werden, dass (heimische?) Firmen höhere Schadstoffanteile verwenden dürfen? Und dass wir unser Quecksilber-Fieberthermometer gegen ein elektronisches austauschen konnten, andererseits aber Energie-Sparleuchten mit hohen Quecksilberanteilen von der EU-Kommission verordnet wurden, auch diese Widersprüchlichkeiten sind nicht nachzuvollziehen.
Das Gegenteil, nämlich im Spielzeug die Sicherheit für Kinder zu erhöhen wäre überzeugend, die gegenwärtigen Aktivitäten der EU-Kommission sind nur noch empörend, völlig überflüssig … und vetrauensbildend in künftige Politik auch nicht?