Seit drei Jahren betreue ich meine zwei Enkelkinder, 8 und 10 Jahre alt, zweimal am Nachmittag in der Woche. Das macht mir viel Spaß, ist aber auch mit vielen “Anstrengungen” verbunden. Damit meine ich nicht das Durcheinander in meiner Wohnung, nicht die “Aufsicht” über ihre Schularbeiten und nicht die ständigen Herausforderungen, mit ihnen was Interessantes und Spannendes zu machen (damit sie sich nicht langweilen), sondern meine finanziellen Belastungen, die sich aus der Versorgung, vor allem aber aus den verschiedenen Unternehmungen ergeben.
Fahrgelder (wenn wir irgendwo hin wollen), Eintrittsgelder (z.B. in den Tiergarten, ins Museum oder ins Schwimmbad), Kinokarten, Eisessen, für jeden ein Stück Pizza, was zum Naschen, vielleicht auch ein neues Schulheft, ein spannendes Buch (Lesen muß ja sein) und vieles mehr gehen (selbst bei sparsamstem Umgang) erheblich ins Geld und überfordern langsam mein Haushaltsbudget.
Von meinen Kindern erhalte ich keinen Geldbetrag für diese Ausgaben, sie haben mich nicht einmal gefragt, ob sie denn zu meiner finanziellen Entlastung beitragen könnten. Scheinbar hat sich noch niemand Gedanken um meine finanziellen Aufwendungen gemacht. Um nicht mißverstanden zu werden, für die “Betreuung” der Enkelkinder möchte ich selbstverständlich nicht “bezahlt” werden, sondern nur einen finanziellen “Zuschuß” zu den anfallenden Ausgaben. Neulich habe ich bei meinen Kindern das Thema angesprochen und als Anwort erhalten, dass ich eben viel zu viel mit den Enkelkindern unternehme und zu großzügig bin. Wenn es ums Geld geht, sind Gespräche wohl immer schwierig und zuletzt steht man dumm da?