Der Spaß soll nicht auf der Strecke bleiben - das ist das Konzept von Rollz.

Sie heißen Opti-Rolly, Diamond Deluxe oder Rollz Motion und versprechen, die Begleiter einer neuen Generation von Senioren zu sein: Rollatoren, die zugleich Rollstühle sind. Die Idee klingt gut, noch aber gibt es wenig Erfahrungen und kaum verlässliche Tests.
„Gehhilfe war gestern. Moderne Senioren bleiben heute mit dem Rollz Motion mobil.“ So tönt die Werbung für eines der neuen Kombi-Modelle, das jüngst in Deutschland auf den Markt kam. Der „Rollz Motion“ sei nicht nur stilvoll und ergonomisch konzipiert und ermögliche es, komfortabel zu laufen. Sondern er verwandele sich auch im Handumdrehen in einen Rollstuhl. Und genauso leicht zurück. „Wir hatten zwei Hauptziele bei der Entwicklung des Rollz Motion,” erklärt Arjan Muis, Geschäftsführer des Herstellers Rollz International, „wir wollten einen revolutionären, hochwertigen Rollator entwickeln, der Senioren jede Menge Bewegungsfreiheit bietet. Aber stilvolles Design war uns ebenso wichtig, denn du möchtest dich gut fühlen, wenn du damit unterwegs bist.” Darüber hinaus könne der Nutzer zwischen den Griffen stehen und so bequem aufrecht gehen – das sei einzigartig in diesem Segment.
Versprechungen dieser Art gibt es in dem neuen Markt viele. Ein Modell namens „Opti-Rolly“ etwa wirbt damit, dass man es mit einer Hand falten und entfalten könne, ein anderes wird angepriesen mit Querverstrebungen, die angeblich extreme Stabilität bieten. Mit objektiven Studien oder Tests kann jedoch noch kein Hersteller aufwarten. Einzige Ausnahme ist ein „Diamond Deluxe 2in1“-Rollator, der im August 2011 von dem Magazin „Öko-Test“ geprüft wurde und ein „Gut“ erhielt. Ganz billig ist weder er noch die Konkurrenz: Rund 300 Euro kostet der Diamant, der Rollz Motion sogar fast 600 Euro.
Wer sich so eine Kombi-Modell einmal anschauen möchte, dem bietet das folgende Video Gelegenheit dazu – am besten schalten Sie den Lautsprecher aus, denn die Musik tötet jeden Nerv.