In Fortsetzung der Geschichte über “zuviel Lob?” und den vielen Kommentaren dazu möchte weitere Beispiele erzählen, die mich beschäftigt haben, was denn nun “richtig” und gut für die Entwicklung von Kindern ist. Das erste Beispiel betrifft meine Enkelkinder, die in ihrer Schule viele Jahre keine Benotungen ihrer Leistungen erhalten, sondern nur allgemeine Bewertungen, die ihnen aber kaum eine Selbsteinschätzung erlauben …. bin ich jetzt gut in der Schule … oder doch nicht so gut … wie stehe ich im Vergleich zu anderen meiner Klasse da … muß ich mich mehr anstrengen? Das alles erfahren sie erst sehr viel später, wenn dann eben doch Leistungsprüfungen anstehen.
Die anderen Beispiele kommen aus dem Sport. Da werden beim Fußball der “Minis” keine mehr Tore gezählt, weil keine der Mannschaften mit einer Niederlage nach Hause gehen soll (“gewonnen” hat dann allerdngs auch keiner), und beim sportlichen Wettbewerb im Laufen und Springen werden an alle Kinder Medaillen ausgehändigt und nicht nur an die drei Besten, weil “das Ereignis zählt und nicht das Ergebnis”.
Damit werden Kindern zwar Niederlagen erspart (“andere waren besser als ich”), aber auch ein wenig “wirkliches” Leben vorenthalten. Jetzt frage ich mich, ob wir Großeltern mit unseren Enkelkindern noch “Mensch ärgere Dich nicht ” spielen können, denn da gewinnt immer nur einer?