Gerade habe ich meine Tageszeitung aus der Hand gelegt, aber ein Artikel beschäftigt mich noch immer. In großer Aufmachung wurde berichtet, dass in der Universitätsstadt Erlangen ein Großteil der Bewohner umziehen muss, weil er immer älter wírd und seine Wohnung nicht mehr den Bedürfnissen entspricht. Mit diesem Phänomen, der gemeinhin als Auswirkung des demografischen Wandels bezeichnet wird, beschäftigten sich die Stadträte der 100 000 Einwohner zählenden Großstadt. Doch welche Schlussfolgerung ziehen die Kommunalpolitiker aus dieser Tatsache?
Keine Ahnung. Der Artikel stellt nur die Frage, was tun? Aber Ansätze für eine Antwort liefert er leider nicht. Dies soll keine Journalistenschelte sein, sondern lediglich darauf hinweisen, dass dieser Beitrag da endet, wo er eigentlich für begonnen hat, interessant zu werden. Ich habe also im Netz gesucht, ob ich Antworten finde auf die Frage, wie stellt sich die Stadtentwickungspolitik auf die Alterung der Gesellschaft ein? Da gibt es beispielsweise das Bielefelder Modell. Dieses hat interessante Ansätze.
Kennt jemand noch andere Städte, wo deutlich wird, wie die Politik den Bewohnern unter die Arme greift, damit sie in bezahlbaren Senioren-Wohnungen leben können? Denn um schlichtes Umbauen geht es da wohl nicht, sondern mehr um eine planerische Steuerung des Alters der Bewohner einzelner Stadtviertel, die nicht zu reinen Seniorenviertel werden sollen.