Ob es anderen auch so geht? Ich finde, das Alter ist nicht unerheblich bei der Frage, wer ist der bessere Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten? Wenn es im Moment darum geht, wer macht das Rennen: Wulff oder Gauck? Dann heißt es auch Windeln oder Lesebrille im Schloss Bellevue? Der junge Vater Wulff wird am 19. Juni 51 Jahre alt, sein Mitbewerber ist 70 Jahre alt, Jahrgang 1940. Da hat er eine Menge erlebt, mal unabhängig von allem, was man in der Presse über ihn nachlesen kann, einschließlich der Aktivitäten in der nach ihm benannten Behörde. Außerdem hat er gerade seine Biografie veröffentlicht, Lesetoff für alle, die mehr über ihn wissen möchten.
Das alles zeugt von Lebenserfahrung. Die sollte ein Mensch in einem solchen Amt schon haben. Deswegen meine ich, dass es ein mutiges Zeichen wäre, den älteren Kandidaten zu nehmen. In einer Gesellschaft, die unter dem Stichwort demografischer Wandel immer älter wird, ist das doch ein ermutigendes Zeichen. Wer in nächster Zeit 70 wird, könnte sich den Bundespräsidenten zum Vorbild nehmen und sich denken, es liegt doch noch eine Menge Leben vor mir.
Dieser Aspekt ist mir bei all den vielen Beiträgen zu der Kandidatenfrage in den Medien noch nicht untergekommen. Ich halte ihn wie gesagt, für sehr wichtig.