Spam, also unerwünschte Werbemails oder unseriöse Betrugsmails, sind eine Begleiterscheinung der modernen Kommunikation, mit der wir uns wohl abfinden müssen. (Manchmal werden diese Mails auch “Junk” anstatt Spam genannt.) Doch es gibt natürlich verschiedene Möglichkeiten, sich gegen diese E-Mails zu wehren. So hat jeder E-Mail-Anbieter einen eigenen Spamfilter. Das bedeutet, die E-Mail-Anbieter untersuchen jede eintreffende Mail und überprüfen, ob es sich eventuell um unerwünschte Werbung handeln könnte, noch bevor die E-Mail überhaupt zu Ihnen durchgestellt wird. Es ist im Grund genommen so, ähnlich als würde der Postbote alle Ihre Briefe einmal kurz überprüfen, bevor die Briefe in Ihrem Briefkasten landen.

Beim Filtern der E-Mails gibt es verschiedene Kriterien, nach denen Spam aussortiert wird. Zum Beispiel wird automatisch überprüft, ob die Absender-Adresse vertrauenswürdig ist oder ob sie schon mal negativ auffiel, und ob in der E-Mail viele Begriffe auftauchen, die auf Spam hindeuten. Der Spamfilter errechnet mit diesen Informationen die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um Spam handeln könnte und verschiebt die Mail dann gegebenenfalls in den Spam-Ordner oder löscht sie direkt. So bekommen Sie von vielen hundert Spam-Mails überhaupt gar nichts mit und werden dadurch in gewisser Weise vor dem Spam geschützt. Leider filtern diese automatischen Spamfilter-Programme nicht optimal. Manchmal kommt doch eine Spam-Mail durch. Und manchmal wird sogar eine E-Mails als Spam erkannt, obwohl sie gar kein Spam war. Ein klassischer Fehlalarm.

Man kann direkt beim E-Mail-Anbieter, also auf der Internetseite des E-Mail-Anbeiters, diverse Einstellungen zum Spamfilter vornehmen, um die Filterung zu verbessern oder anzupassen. Dafür melden Sie sich auf der Internetseite Ihres E-Mail-Anbieters an, um dort in den Einstellungen auf die Suche nach den Spam-Einstellungen zu gehen. Für die 4 bekanntesten E-Mail-Anbieter haben wir eine Anleitung erstellt. Wenn Sie einen anderen E-Mail-Anbieter, nutzen, dann lesen Sie trotzdem weiter. Informieren Sie sich hier, denn bei allen Anbietern gelingt die Umsetzung auf sehr ähnlichen Wegen. Vermutlich können Sie die folgenden Erklärungen ganz ähnlich bei Ihrem E-Mail-Anbieter anwenden.

T-Online

Bei T-Online können Sie beispielsweise festlegen, ob E-Mails, die als Spam eingestuft werden, direkt abgewiesen/gelöscht werden sollen (dann sehen Sie die Spam-Mail nicht einmal, sie verschwindet direkt wieder) oder ob die Verdachtsfälle in den sogenannten Spam-Ordner verschoben werden sollen. Die Einstellung “Direkt abweisen” ist nicht sehr empfehlenswert, denn der Spamfilter macht wie gesagt auch gerne mal Fehler. So kann es zum Beispiel auch passieren, dass unser Levato-Newsletter versehentlich als Spam eingestuft wird. Ist nun “Direkt abweisen” bei Ihnen eingestellt, so werden Sie unsere E-Mail, also unseren Newsletter, niemals erhalten und es sieht dann so aus, als hätten wir Ihnen gar keine E-Mail gesendet. Werden die Mails stattdessen in den Spam-Ordner verschoben, so können Sie diesen Ordner überprüfen und fälschlich einsortierte Mails wieder “befreien”, also in den Posteingang verschieben.

Möchte man mehr Änderungen am Spamfilter vornehmen, so muss man bei der Telekom dafür bezahlen, die Funktion nennt sich “Spamschutz Plus” und ist kostenpflichtig.

GMX und Web.de

Auch bei GMX und Web.de können Sie Einstellungen zum Spamschutz vornehmen. Zunächst einmal kann die Spam-Erkennung grundsätzlich ein- und ausgeschaltet werden. Ist sie aktiviert, was standardmäßig der Fall ist, so können Sie zudem festlegen, dass Adressen, die in Ihrem Adressbuch stehen, niemals als Spam gefiltert werden. Eine sehr sinnvolle Einstellung, denn dadurch können Sie sicher gehen, dass die E-Mails von Ihren Freunden, Bekannten und Verwandten immer ankommen – sofern Sie denn in Ihrem Adressbuch stehen. Auch den Levato-Newsletter können Sie auf diese Weise davor bewahren, versehentlich im Spam-Ordner zu landen. Fügen Sie dafür einfach die Adresse newsletter@levato.de zu Ihrem Adressbuch bei GMX bzw. Web.de hinzu. Außerdem können Sie sich bei den beiden Anbietern einen täglichen Spam-Report senden lassen. Dieser informiert regelmäßig über alle E-Mails, die in den Spam-Ordner verschoben wurden. So behalten Sie den Überblick und können einschreiten, wenn E-Mails falsch als Spam erkannt wurden.

Gmail

Der Spamfilter von Gmail funktioniert in der Regel sehr gut. In den Einstellungen von Gmail können Sie jedoch mit wenigen Klicks auch noch eigene, zusätzliche Filter erstellen. So ist es möglich, E-Mails von bestimmten Absendern oder E-Mails, in denen bestimmte Wörter auftauchen (in unserem Beispiel “Bitcoin”), automatisch löschen zu lassen.

Der Spamfilter lernt dazu

Bei allen E-Mail-Anbietern gilt: der Spamfilter lernt ständig dazu. Deshalb ist es so wichtig, unerwünschte Mails, die dennoch im Posteingang landen, von Hand als Spam zu markieren. So trainieren Sie den Spamfilter. Und genauso sollte man E-Mails, die versehentlich im Spam-Ordner gelandet sind, als “Kein Spam” markieren. Auf diese Weise erkennt der Spamfilter Ihres Mail-Anbieters, welche E-Mails Ihnen wichtig sind, und welche nicht. Er wird besser.

Spamfilter im E-Mail-Programm

Bedenken Sie: Wenn Sie am Computer ein E-Mail-Programm wie Outlook oder das von uns empfohlene Thunderbird verwenden, so hat dieses Programm einen weiteren zweiten Filter, einen Thunderbird-eigenen Spamfilter. Die eingehenden E-Mails werden in diesem Fall zuerst vom Filter des E-Mail-Anbieters überprüft und dann noch einmal beim Eintreffen im E-Mail-Programm. Wird eine E-Mail aber schon beim E-Mail-Anbieter aussortiert oder gar gelöscht, so kommt sie unter Umständen nicht mehr im E-Mail-Programm an. Daher ist es so wichtig, die Spam-Einstellungen nicht nur im E-Mail-Programm vorzunehmen, sondern auch auf der Internetseite, beim E-Mail-Anbieter selbst.

Weiterführende Filme

In unserem Kurs zum Thema “E-Mail und Spam” haben wir zahlreiche Filme im Angebot, die sich mit dem Spamfilter und den Spam-Einstellungen auseinandersetzen. Dabei behandeln wir das kostenfreie E-Mail-Programm Thunderbird, sowie die E-Mail-Anbieter T-Online, Gmail, GMX, Web.de und AOL. Die Filme wurden von uns gerade erst überarbeitet und aktualisiert.

Sehen Sie sich hier einen kostenfreien Beispielfilm zum Thema Spamfilter an:

Hat Ihnen dieser Beitrag von Levato gefallen?

Die Levato-Mitgliedschaft bietet über 900 hilfreiche Erklärfilme zu Computer, Internet und Smartphone.

Hier erhalten Sie einen Gutschein, um die Mitgliedschaft einen Monat lang kostenfrei zu testen – ohne Abonnement, ohne Risiko.

https://levato.de/magazin66

In einer Zusammenarbeit zwischen diesem Magazin und Levato verfassen Andreas Dautermann und Kristoffer Braun regelmäßig Beiträge für diesen Blog. Ihre Themen: Computer, Internet und Smartphone. Auf www.levato.de helfen sie älteren Menschen beim Umgang mit neuen Medien und Technologien. Dafür wurden sie bereits mehrfach ausgezeichnet.

Weitere Hilfestellungen zu Computer, Internet und Smartphone gibt es auf www.levato.de.

Dieser Beitrag stammt von:

WWW.LEVATO.DE

facebook-icon-previewLevato bei Facebook