Es gibt zahlreiche Online-Portale, auf denen Patienten grundlegende medizinische Informationen bekommen. Dazu zählen zum Beispiel allgemeine Angaben zu Diagnostik, Therapien und Vorbeugung. Nicht jede Webseite bereitet alle Fakten übersichtlich auf, auch die inhaltliche Qualität von Gesundheitsportalen schwankt. Deshalb ist es gut, bei mehreren Anbietern parallel zu recherchieren. Einen Arztbesuch können die Online-Angebote nicht ersetzen.
Seriosität der Portale
Nutzer sollten darauf achten, dass Gesundheitsportale möglichst unabhängig sind. Manche Webseiten werden von unabhängigen Experten geprüft und können ein entsprechendes Qualitätssiegel vorweisen. Zu diesen Prüfzeichen zählen zum Beispiel das HON-Siegel der „Health On the Net Foundation“, das Logo des bundesweiten „Aktionsforums Gesundheitsinformationssystem“ (afgis) und das Zertifikat „Geprüfte Homepage“ der Stiftung Gesundheit. Auch auf der Seite medinfo.de finden sich zahlreiche Hinweise zur Qualität von Gesundheitsportalen.
Spezial-Portale für bestimmte Krankheiten
Während allgemeine Portale oft über mehrere hundert Erkrankungen informieren, gibt es auch spezialisierte Webseiten für bestimmte Krankheiten. So informieren im Internet etwa die Deutsche Herzstiftung über Herz-Kreislauf-Probleme oder das Deutsche Krebsforschungszentrum über Tumor-Erkrankungen. Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (dimdi.de) bietet über freie Datenbanken viele medizinische Fachinformationen.
Foren und Selbsthilfegruppen
In Foren und Online-Selbsthilfegruppen können sich Patienten untereinander austauschen – über Behandlungen, Ärzte und Kliniken etwa. Dabei sind häufig wertvolle Hinweise zu finden. Nutzer sollten aber beachten, dass hier Laien für Laien schreiben. Die Ansichten, die in Foren und Selbsthilfegruppen geäußert werden, führen häufig weg von der Schulmedizin und ersetzen nicht den professionellen Rat.
Informationen über Kliniken
Wer zur Behandlung in ein Krankenhaus muss, findet im Internet ebenfalls hilfreiche Tipps. Gesetzlich Versicherte können auf dem Portal www.weisse-liste.de der Bertelsmann-Stiftung Kliniken vergleichen und Erfahrungen Ihres Arztbesuchs an andere Versicherte weitergeben. Die Bewertungen der Kliniken beruhen auf Qualitätsberichten des Gemeinsamen Bundesausschusses, einer Einrichtung von Kassen und Ärzten. Einen ähnlichen Service liefert die gemeinsame Initiative der Privatkliniken unter www.qualitaetskliniken.de. Auch die Krankenkassen haben auf ihren Webseiten mitunter Angebote zum Krankenhausvergleich.
Online-Kontakt mit Ärzten
Es gibt medizinische Online-Services, über die Patienten Ärzte direkt kontaktieren können, um eine erste Einschätzung zu einer Erkrankung zu erhalten. Nutzer sollten vorher prüfen, ob die Kosten überschaubar sind, und die Geschäftsbedingungen genau lesen. In der Regel dürfte aber ein von der Krankenkasse bezahlter Arztbesuch sinnvoller sein als eine kostenpflichtige Online-Konsultation.