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Gesundheitsrat von Dr. Google

Ob Ernährungstipps, Hinweise zu Medikamenten oder Informationen über Krankheiten – ältere Menschen nutzen verstärkt das Internet, um sich über Gesundheitsthemen zu informieren. Zwei von drei Internetnutzern ab 65 Jahren (68 Prozent) suchen medizinischen Rat im Netz. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands BITKOM.
Gerade Frauen suchen oft Rat in Gesundheitsfragen im Internet. Foto: epd
Gerade Frauen suchen oft Rat bei Gesundheitsfragen im Internet. Foto: epd

Es gibt zahlreiche Online-Portale, auf denen Patienten grundlegende medizinische Informationen bekommen. Dazu zählen zum Beispiel allgemeine Angaben zu Diagnostik, Therapien und Vorbeugung. Nicht jede Webseite bereitet alle Fakten übersichtlich auf, auch die inhaltliche Qualität von Gesundheitsportalen schwankt. Deshalb ist es gut, bei mehreren Anbietern parallel zu recherchieren. Einen Arztbesuch können die Online-Angebote nicht ersetzen.

 Seriosität der Portale

Nutzer sollten darauf achten, dass Gesundheitsportale möglichst unabhängig sind. Manche Webseiten werden von unabhängigen Experten geprüft und können ein entsprechendes Qualitätssiegel vorweisen. Zu diesen Prüfzeichen zählen zum Beispiel das HON-Siegel der „Health On the Net Foundation“, das Logo des bundesweiten „Aktionsforums Gesundheitsinformationssystem“ (afgis) und das Zertifikat „Geprüfte Homepage“ der Stiftung Gesundheit. Auch auf der Seite medinfo.de finden sich zahlreiche Hinweise zur Qualität von Gesundheitsportalen.

 Spezial-Portale für bestimmte Krankheiten

Während allgemeine Portale oft über mehrere hundert Erkrankungen informieren, gibt es auch spezialisierte Webseiten für bestimmte Krankheiten. So informieren im Internet etwa die Deutsche Herzstiftung über Herz-Kreislauf-Probleme oder das Deutsche Krebsforschungszentrum über Tumor-Erkrankungen. Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (dimdi.de) bietet über freie Datenbanken viele medizinische Fachinformationen.

Foren und Selbsthilfegruppen

In Foren und Online-Selbsthilfegruppen können sich Patienten untereinander austauschen – über Behandlungen, Ärzte und Kliniken etwa. Dabei sind häufig wertvolle Hinweise zu finden. Nutzer sollten aber beachten, dass hier Laien für Laien schreiben. Die Ansichten, die in Foren und Selbsthilfegruppen geäußert werden, führen häufig weg von der Schulmedizin und ersetzen nicht den professionellen Rat.

Informationen über Kliniken

Wer zur Behandlung in ein Krankenhaus muss, findet im Internet ebenfalls hilfreiche Tipps. Gesetzlich Versicherte können auf dem Portal www.weisse-liste.de der Bertelsmann-Stiftung Kliniken vergleichen und Erfahrungen Ihres Arztbesuchs an andere Versicherte weitergeben. Die Bewertungen der Kliniken beruhen auf Qualitätsberichten des Gemeinsamen Bundesausschusses, einer Einrichtung von Kassen und Ärzten. Einen ähnlichen Service liefert die gemeinsame Initiative der Privatkliniken unter www.qualitaetskliniken.de. Auch die Krankenkassen haben auf ihren Webseiten mitunter Angebote zum Krankenhausvergleich.

Online-Kontakt mit Ärzten

Es gibt medizinische Online-Services, über die Patienten Ärzte direkt kontaktieren können, um eine erste Einschätzung zu einer Erkrankung zu erhalten. Nutzer sollten vorher prüfen, ob die Kosten überschaubar sind, und die Geschäftsbedingungen genau lesen. In der Regel dürfte aber ein von der Krankenkasse bezahlter Arztbesuch sinnvoller sein als eine kostenpflichtige Online-Konsultation.

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