Nicht jedes Tänzchen ist frei von Hintergedanken - wie die Polizei jetzt häufiger bemerken musste. Foto: epd

Nicht jedes Tänzchen ist frei von Hintergedanken – wie die Polizei jetzt häufiger bemerken musste. Foto: epd

Dass Diebe nicht nur nachts, sondern auch am helllichten Tag ihr Unwesen treiben, mussten schon viele Opfer am eigenen Leib erfahren. Aber eine Masche der Branche ist neu: Sie nennt sich „Antanzen“.

Die Polizei warnt vor dieser raffinierten Spielart von Trickdieben. Die Täter tanzen ihre Opfer auf offener Straße an. Das heißt, sie suchen tänzelnd den Körperkontakt zu ihnen und tun so, als wollten sie sie kennenlernen oder mit in eine Feier einbeziehen. Sind sie erst mal nahe genug an ihre Opfer herangerückt, ziehen sie ihnen unbemerkt Smartphone oder Geldbörse aus den Taschen. Oft sind die Täter auch gruppenweise unterwegs: Die einen verwickeln die Opfer in ein Gespräch, während die anderen sie „antanzen“ und bestehlen.

Die Tanzmasche sei aber nur eine von vielen, die die Trickdiebe auf Lager haben, warnt die Polizei. Weitere Tricks sind das Anrempeln auf offener Straße oder das Umarmen: Die Trickdiebe tun so, als (er-)kennen sie einen und umarmen den ahnungslosen Passanten überschwänglich. Die Polizei warnt, dass vorwiegend angetrunkene Menschen von den Trickdieben ins Visier genommen werden – nüchtern würden viele wohl rasch Verdacht schöpfen. Ins Beuteschema gehören sowohl Frauen als auch Männer. Die Täter hingegen seien vorwiegend männlich und jung, oft noch jugendlich. Generell rät die Polizei den feiernden Nachtschwärmern, ihre Wertgegenstände eng am Körper zu tragen und möglichst viel Raum zwischen sich und die Personen zu bringen, die sich auffällig verhalten.