vignette2012 Hello All, Altern birgt bisweilen überraschende Vorteile; Teil 1. Seit Dienstag, 9.Juli begehen Muslime wieder die 28 tägige Ramadan- Fastenzeit. Was 2013 die Gläubigen in unseren Breiten besonders fordert: Denn Ramadan fällt diesmal in den Hochsommer. Zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang liegen z.z. lange 16 Stunden; solange dürfen die Gläubigen weder Trinken noch Essen; egal, wie warm es tagsüber wird und welchen Anstrengungen sie sich unterziehen. Für bestimmte Bevölkerungsgruppen gelten befreiende Ausnahmeregeln: Kinder, Schwangere, Stillende, chronisch Kranke – und für Alte. Die Alten werden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die geistig Verwirrten, die nicht mehr den Sinn des Fastens nachvollziehen können, sind bedingungslos davon befreit. Alle andere Alten, die aus gesundheitlichen Gründen das vollständige Fasten nicht durchhalten, müssen zum Ausgleich für jeden übergangenen Fastentag einem Bedürftigen das Essen für einen Tag kaufen.
Was mich zu Teil 2 bringt: einem Witz aus dem Morgenland:
Zwei junge Weiße, Karl und Peter, irren durch die sengende Mittagshitze einer erbarmungslosen Wüste in Arabien. Halb verdurstet, halb verhungert, nahe am Delirium. Da taucht hinter einer Sanddüne eine kleine Oase auf. Karl zu Peter: Wir sind Ungläubige. Man wird uns nichts zu Trinken und Essen geben; daher bin ich ab sofort „Mohamed „. Peter jedoch verweigert sich der Tarnung. Mit letzter Kraft schleppen sich die beiden in den Hof der kleinen Moschee, wo sie der Iman freundlich empfängt. Wer seid Ihr? Mohamed und Peter. Da befiehlt der Iman einem Diener: schnell, bringt dem Ungläubigen namens Peter zu Trinken und zu Essen. An „Mohamed“ gerichtet sagt er: Du musst mit dem Trinken und Essen bis zum Abendstern warten, mein Bruder – wir sind im Ramadan.
Als Altem wäre Karl, alias Mohamed, diese Qual erspart geblieben. Wie gesagt, Alter kann sehr praktisch sein….oder authentisch bleiben, wie Peter. Mein Tipp: bleiben wir beides: alt und authentisch. Dann kann uns nix passieren.
Ihr Global Oldie