Unsere Enkeltochter wünschte sich (seit Jahren) immer wieder einen Hund. Sie war von diesem Wunsch geradezu besessen und redete von nichts anderem mehr. Nach mehreren “Familienkonferenzen” ist jedoch immer wieder gegen die Anschaffung eines Hundes entschieden worden, weil vor allem ein junger Hund doch viel Zeit und Pflege braucht, die in der Familie unserer Kinder nicht sichergestellt sind. Schule, Beruf und sonstige Unternehmungen passen einfach nicht zu der Haltung eines Hundes.
Wir Großeltern hatten – als wir noch auf dem Land wohnten – immer einen Hund, der auch für unsere Kinder sehr wichtig war. Als er in hohem Hundealter verstarb und wir wieder in die Stadt zogen, haben wir uns sehr bewußt gegen ein neues Tier entschieden, denn wir wollten in unserer neuen Umgebung und in nachberuflicher “Freiheit” nicht “angebunden” sein.
Der Wunsch unserer Enkeltochter hat uns dann aber umgestimmt und wir haben nun doch einen sehr agilen, kinderfreundlichen Hund angeschafft – zum einen, weil wir unserer Enkeltochter diesen Wunsch erfüllen wollten und hofften, dass sie uns häufig besuchen wird – zum anderen, weil wir mit dem Hund bei jedem Wetter lange Spaziergänge machen müssen, was uns ja auch gut tut.
Zunächst ist alles so gekommen, wie erhofft. Unsere Enkeltochter war sehr oft bei uns und hatte viel Spaß und Freunde an unserem Hund. Inzwischen aber hat unsere Enkeltochter viele andere Interessen und ihre Besuche bei uns sind auch eher selten. Obwohl wir unseren Hund sehr lieben, irgendetwas haben wir doch falsch gemacht?