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Weil sie angeblich Schulden bei einem Gewinnspieleintragungsdienst haben, flatterte vielen Betroffenen in den letzten Wochen ein Brief ins Haus. Darin fordert das Inkassounternehmen NTT Telco aus Wiesbaden die Empfänger auf, Beträge zwischen 99 und 178 Euro zu zahlen. In dem Schreiben behauptet ein „Ivan Milosevic“, dass die Betroffenen dem Gewinnspieleintragungsdienst Winfinder einen dreistelligen Betrag schuldeten. Angeblich bestünde ein kostenpflichtiger Vertrag über die Zahlung von 9,90 Euro pro Woche für eine „Leistung“, die im Anschreiben nicht näher erläutert wird, berichtet die Verbraucherzentrale NRW. Winfinder hätte seine Ansprüche an  NTT Telco Inkasso abgetreten. Die anfallende Schuldsumme wird mit einem bereits ausgefüllten Überweisungsschein verschickt – bei Nicht-Zahlung erwarten den Empfänger angeblich „weitere Kosten und Unannehmlichkeiten“. Einige Betroffene berichten, dass die schriftliche Geldeintreibung durch belästigende Anrufe am Telefon noch verstärkt würde.
Die Verbraucherzentrale rät Betroffenen, die sicher sind, weder mündlich noch schriftlich einem Vertragsangebot zur Gewinnspielteilnahme zugestimmt zu haben, die Forderung des Inkasso-Unternehmens schriftlich zurückzuweisen und einen Nachweis darüber zu fordern, wie der angebliche Vertrag eigentlich zustande gekommen ist. Dazu hält die Verbraucherzentrale unter www.vz-nrw.de/telco und in ihren Beratungsstellen ein kostenloses Musterschreiben bereit.