Bagso fordert: Altersarmut vermeiden. Foto: epd

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e. V. (BAGSO) legt Leitlinien für eine Altersssicherungspolitk vor, die eine soziale Balance zwischen den Generationen und innerhalb der Generationen sucht.
Dazu stellt die Bagso feste, dass
– von 2002 bis 2011 die Rentne/innen einen Kaufkraft-Verlust von ca. 8% hinnehmen mussten.
– die Durchschnittsrente 2010 mit etwa 740 € nicht viel höher lag als 2002 (774€).
– die Durchschnittsrenten von Frauen in Westdeutschland 40% niedriger liegen als die von Männern.
– die Erwerbsminderungsrenten im Jahr durchschnittlich nur noch 695€ betragen (2000 waren 718€).
– die Absenkung des Nettorentenniveaus auf 43% im Jahr 2030 eine Kürzung des Netorentenstandards im Vergleich zu 2009 um 17% bedeutet.
Diese und viele weitere Punkte führen die Bagso dazu, in ihren Leitlinien. u. a. folgende Forderungen zu stellen:
– die umlagefinanzierte Rentenversicherung muss mehr sein als eine Armut vermeidende Grundsicherung.
– die Lebensarbeitszeit muss individualisiert und flexibilisiert werden. Nichtsdestotrotz muss eine Regelaltersgrenze beibehalten werden.
– Kindererziehung und Pflege vonAgehörigen muss in der Rentenverscicherung besser berücksichtige werden als bisher.
– Selbstständig müssen in die Rentenversicherung einbezogen werden.
– betriebliche und private Altervorsorge muss ausgebaut und erleichtert werden.
– der Arbeitsmarkt muss dringend reformiert werden, so dass altersgereichte Arbeitsplätze in geeigneter Zahl geschaffen werden, gesundheitlich beeinträchtige Ältere nicht verdrängt werden können, altersbedingte Entlassungen erschwert werden und Niedriglöhne zurückgedrängt werden.
www.bagso.de/fileadmin/Aktuell/Positionen/2012/BAGSO_Positionspapier_Alterssicherungspolitik_2012.pdf