Als Großeltern mit vier Enkelkindern sind wir sehr an neuen Spielsachen interessiert, schließlich gibt es Geburtstage, Weihnachten und auch sonst jede Menge Anlässe, den Kindern etwas “Schönes” mitzubringen. Am 27. Januar 2011 berichtete die Nürnberger Abendzeitung über neues Spielzeug, das auf der Spielwarenmesse vorgestellt wird. Die drei Beispiele für “neue Trends im Kinderzimmer” haben uns allerdings höchst erstaunt und schon gar nicht überzeugt. Aber vielleicht sind wir einfach nur altmodisch und weit weg von der neuen Spielzeugwelt. Da soll Rosa im Kinderzimmer für Mädchen passé sein, denn nun gibt es statt der (unvermeidlichen) Barbiepuppe “Draculaura”, einen Vampir-Teenager, der zudem auch noch Vegetarierin ist. Mehr für die Jungen sind wohl die absoluten Neuerungen bei den Wasserpistolen: “Uncoole Spritzpistolen” werden zu “Super Soaker Thunder Storms”. Das sind gewaltige Geräte mit großer Reichweite, motorbetrieben und im Winter mit (allerdings weichen) Mini-Pfeilen aus Plastik ausgerüstet. Und die Kleinen? Ja, die können jetzt Seifenblasen mit 3D-Brillen anschauen, wobei die Flüssigkeit des “Pustefix” (beruhigenderweise) nicht geändert wurde, nur die 3D-Brille läßt die Seifenblasen bunt schillern – “wie bei einem LSD-Trip” sagte der “Spielzeug-Experte”. Diese Spielsachen werden wir bestimmt nicht verschenken. Dann doch lieber ein rosa Kinderzimmer, die gute alte Wasserpistole (wenn sie denn schon sein muß) und die Seifenblasen, die keinen LSD-Rausch vermitteln. Oder haben wir den Zeitgeist verpasst?