Unser Twitterfreund “Senior” hat mich darauf aufmerksam gemacht. In Schlangenbad gibt es das erste Seniorenhotel. Das Haus bietet besonderen Komfort für die älteren Gäste. Das fand eine Kommission preisverdächtig und verlieh drei Sterne. Ich frage mich allerdings, gerade mit frischen Reiseeindrücken aus Apulien nach Hause zurückgekehrt, ob das wirklich eine gute Werbung ist? Schließlich reisen in der Nebensaison vorwiegend die Älteren und die ganz Jungen. Es entsteht dabei eine nette Mischung. Dazwischen diejenigen befinden sich, deren Kinder gerade aus dem Haus sind. So kommt man ins Gespräch – auch über die Altersgrenzen hinweg.
Wenn ich aber vor der Wahl stünde, in ein Seniorenhotel zu gehen oder lieber in eines ohne ein solches Etikett, würde ich mich für letzteres entscheiden. Sonst hätte ich vielleicht das Gefühl, in einem Altersheim gelandet zu sein.
Nun gut, ich fühle mich wie viele Angehörige der Generation 50 plus, gut zehn Jahre jünger, also Anfang 40. Da steht man bekanntlich mitten im Leben, gehört zu den Best Agers. Vielleicht schätzt man mit zunehmenden gesundheitlichen Beschwerden den Sonderkomfort stärker. Aber sollte der nicht in jedem gut geführten Hotel ohnehin selbstverständlich sein?