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Das war schick: Fußball-Sammelalben

Sticker Album von Lothar Hoya.

Vor einigen Wochen rollte der Ball bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Amerika – und manch älterer Fan denkt wehmütig an die Zeiten zurück, als der Kommerz noch nicht so groß, die Begeisterung aber umso größer war.

Zum Begleitprogramm einer WM gehörte nicht nur ein Lied der Nationalelf („Fußball ist unser Leben“), sondern auch Sammelalben. Zugegeben, gesammelt wird heute immer noch. Die Firma Panini aus dem italienischen Modena versorgt auch zu dieser WM die meist jugendlichen Sammler. Um die Kollektion komplett zu bekommen, muss man über 1000 verschiedene Kärtchen kaufen oder tauschen.

Die Ursprünge der Fußball-Sammelbilder liegen im vorletzten Jahrhundert, die Bilderserien wurden Zigarettenschachteln oder Kaffeepackungen beigelegt. Den großen Boom gab es aber mit der Gründung der Bundesliga in der Saison 1963/64. Der deutsche Verlag Otto Sicker erkannte das Potenzial am schnellsten und brachte bereits zur ersten Spielzeit ein Sammelalbum heraus. Bergmann stieg zwei Jahre später groß ein. Seine auf dünnem Karton gedruckten Bilder mit weißem Rahmen erreichten Kultstatus.

Legendär war die Reihe der Bundesliga-Asse, die neben den deutschen Vereinsspielern auch die Nationalelf und internationale Stars zeigten. Einer machte sich allerdings rar in den Sammelalben. Franz Beckenbauer verweigerte über viele Jahre die Zusammenarbeit mit Bergmann. Seinem Manager Robert Schwan war das Honorar zu niedrig.

Text: Georg Klietz
Foto: Mile Cindric

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