Foto: epd

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Für viele Senioren sind sie unentbehrlich: Ehrenamtliche Spaziergangs-Paten organisieren und betreuen Spaziergänge für diejenigen, die sich dies ohne Begleitung nicht mehr zutrauen. Für die meist älteren Teilnehmer schaffen die freiwilligen Spaziergänger auf diese Weise soziale Kontakte und zusätzliche Bewegungsmöglichkeiten.

Die Idee der Spaziergangsgruppen stammt ursprünglich aus Dänemark und hat bereits in vielen Ländern Nachahmer gefunden. Viele Senioren trauen sich erst an der Seite ihrer Spaziergangs-Paten wieder auf die Straße, teilt VoluNation, das Expertenportal für weltweite Freiwilligenarbeit, mit.

Als Spaziergangs-Pate kann sich jeder engagieren, der Freude am Umgang mit älteren Menschen hat und gern an der frischen Luft ist. Zu den besonders wichtigen Aufgaben zählen Auswahl und Planung der Strecken, da hierbei mehrere Aspekte zu berücksichtigen sind. Die Spaziergänge sollten nicht länger als höchstens eine Stunde dauern, an der Strecke müssen Sitzbänke und mindestens ein öffentliches WC zur Verfügung stehen. Außerdem muss die Strecke auch von Fußgängern mit Rollatoren und von Rollstuhlnutzern bewältigt werden können – die Spaziergänge sollen grundsätzlich allen offen stehen.

Auf Geschwindigkeit wird dabei kein Wert gelegt, im Mittelpunkt stehen das gemeinsame Erleben und die Bewegung. Sie gilt als besonders gesund: Regelmäßige Spaziergänge senken das Sturzrisiko älterer Menschen, da sie die Muskulatur und den Gleichgewichtssinn fördern und die Durchblutung verbessern.
Damit niemand an der Teilnahme gehindert wird, sind die Spaziergänge darüber hinaus kosten- und anmeldefrei und sollten ein bis zwei Mal pro Woche angeboten werden.

Zuständig für die Suche und Qualifizierung der Spaziergangs-Paten sind zum Beispiel die örtlichen Ehrenamtsbüros und karitative Organisationen. Sie kümmern sich in der Regel auch um die Schulung der Spaziergangs-Paten, in denen es um Fragen zur Versicherung oder zum Umgang mit unvorhergesehenen Situationen geht.