Die 90jährige Gertrud Schröter wird in ihrer Wohnung betreut. Wenn die Pflegekraft mal nicht da ist, könnte die Verhinderungspflege helfen, Ersatz zu finanzieren. Foto: epd

Die 90jährige Gertrud Schröter wird in ihrer Wohnung betreut. Wenn die Pflegekraft mal nicht da ist, könnte die Verhinderungspflege helfen, Ersatz zu finanzieren. Foto: epd

Entspannung suchen und neue Kräfte tanken: das ist nicht nur für all jene Menschen wichtig, die durch ihren Beruf permanent gefordert sind; vielmehr benötigen auch pflegende Angehörige Urlaub bzw. längere Erholungszeiten, um sich gestärkt den Liebsten in der Familie zuwenden zu können, die ihre Unterstützung brauchen. Liegt eine Pflege-Stufe vor, dann können pflegende Angehörige für die Zeit ihrer Abwesenheit seit dem 1. Januar 2015 bis zu 1.612 Euro pro Jahr für die Finanzierung einer so genannten “Verhinderungspflege” von der Pflegeversicherung in Anspruch nehmen. Darauf weist zu Beginn der Ferienzeit die Bundesvereinigung der Senioren-Assistenten Deutschland e. V. (BdSAD) hin.

Außerdem kann neuerdings bis zu 50 % des Leistungsbetrages für Kurzzeitpflege (das sind bis zu 806 Euro pro Jahr) für Verhinderungspflege, zu der auch die wichtige Alltagsbetreuung zählt, genutzt werden. Qualifizierte Senioren-Assistenten (Plöner Modell) sind als professionelle Betreuer für Verhinderungspflege in den Sommermonaten besonders stark gefragt. Es empfiehlt sich deshalb, bei Bedarf rechtzeitig Kontakt zu einem Ansprechpartner in Wohnortnähe aufzunehmen. Hier hilft die Organisation mit einer Datei von ausgebildeten Helferinnen und helfer. In der BdSAD organisierte Senioren-Assistenten vor Ort sind über www.bdsad.de schnell und einfach zu finden. Die Bundesvereinigung der Senioren-Assistenten Deutschland e. V. ist eine noch junge berufsständische Organisation (gegründet 2013). Fast in jeder Region sind hier Urlaubsvertretungen zu finden, zum Beispiel auch in Franken.