Foto: epd

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Wie wichtig es ist, eine Patientenverfügung verfasst zu haben, wird schnell klar, wenn man infolge eines schweren Unfalls plötzlich bewusstlos ist und zur Notoperation in das nächstgelegene Krankenhaus eingeliefert wird. Liegt dem behandelnden Arzt eine Verfügung vor, kann er dieser entnehmen wie der Patient medizinisch versorgt werden möchte. Doch was passiert, wenn dem Krankenhaus nicht bekannt ist, dass eine solche Patientenverfügung überhaupt besteht? Damit in diesem Fall nicht fälschlicherweise ein von Gericht bestellter Betreuer eingesetzt wird, der die medizinischen Entscheidungen trifft, ist es notwendig sicherzustellen, dass das Krankenhaus schnellstmöglich Kenntnis und Einsicht in das Dokument erhält.

Im aktuellen Themenmonat weist das Online-Journal „Jenseite“ unter anderem auf einen speziellen Service für die Vorsorgeverfügungen hin. Eberhard Lenkardt, Geschäftsführer der Gesellschaft für Vorsorgeverfügungen mbH, klärt über die Unterschiede einer Hinterlegung bei der Bundesnotarkammer und einer privaten Hinterlegung der wichtigen Dokumente auf, und erläutert den konkreten Nutzen eines Notfallvorsorgepasses.

Weiteres Thema: Über den Umgang mit dem Alter und Sterben in den Niederlanden.

Dort hat man nicht nur bei der Bestattungsvorsorge eine Vorreiterrolle inne, sondern befasst sich auch intensiv mit dem Thema des Alterns. Vorgestellt wird das  niederländische Dorf „De Hogeweyk“, in welchem über 150 Alzheimer- und Demenzkranke zusammen leben, die von insgesamt 240 hauptamtlichen und 150 ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut werden. In der kleinen Dorfgemeinschaft „dürfen“ die Bewohner vergessen und bleiben durch eine Vielzahl an handwerklichen Aktivitäten wie Sport, Handarbeit und Kochen, wesentlich länger aktiv als bei der Unterbringung in einer herkömmlichen, stationären Betreuung oder Pflege.

Über die Jenseite

Die Jenseite ist ein interaktives Journal über Leben und Tod. Dabei will sie aus Überzeugung etwas anderes sein. Die Jenseite will nichts verklären, sie will keine Angst schüren, sie will nichts versprechen. Die Jenseite will Mut machen. Mut für eine Auseinandersetzung damit, dass wir endlich sind. Mut für ein Leben, in dem der Tod seinen selbstverständlichen Platz hat. Mut für mehr Liebe zum Leben. Mut zu einer Überwindung von Angst, Rätseln und Fragen. Mut, mit all unseren Sinnen hier zu sein, gerade weil wir wissen, dass wir gehen müssen. Die Jenseite ist ein journalistisches Wagnis, das einlädt sich auf ein Thema einzulassen, dass uns alle betrifft – irgendwann.