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Eine geringe Rente macht es schwer, sich aufs Rentenalter zu freuen. Und um Zeit mit den Enkeln zu verbringen. Foto: epd

Vor knapp zwei Monaten hat die Große Koalition die Mütterrente erhöht. Mit einem Plus von 28 Euro im Westen und 26 Euro im Osten gerade einmal ein Tropfen auf dem heißen Stein. Und vor allem: Nicht jeder kann Mütterrente beziehen. Schätzungen zufolge werden also gut 40 Prozent der westdeutschen Frauen beim Eintritt ins Rentenalter weniger als 600 Euro im Monat bekommen. Doch wem steht die Mütterrente wirklich zu und was muss dafür getan werden, um sie zu erhalten? Rente-Experten geben am Donnerstag, 4. September, in einer Telefon- und Chat-Ratgeberaktion Tipps, wie Frau sich gesetzlich absichern kann.
Die Unterbrechungen der Erwerbstätigkeit und die Reduzierung der Arbeitsstunden sind die Hauptgründe, dass Frauen zu geringe Rentenansprüche erwerben und daher von Altersarmut bedroht sind. Aus familiären Gründen arbeiten Frauen in Teilzeit oder vorübergehend gar nicht: weil sie zuerst die Kinder erziehen und sich später oftmals um die Pflege von Angehörigen kümmern. Wertvolle Versicherungszeiten mit ausreichender Beitragszahlung fehlen – was sollte dagegen unternommen werden?
Frühzeitig um Altersvorsorge kümmern
Die Deutsche Rentenversicherung verschickt jährlich ihre Renteninformation: Jeder kann auf dieser Basis seine zu erwartende gesetzliche Rente kalkulieren. Wie liest man die Renteninformation richtig? Mit welcher Rente kann man real – also unter Berücksichtigung der Inflation – künftig rechnen? Für eine umfassende Absicherung sollten sich vor allem Frauen frühzeitig über die private Altersvorsorge informieren. Gibt es bereits Verträge über eine private Lebens- oder Rentenversicherung? Nach einer Überprüfung der schon bestehenden Verträge sollten Frauen überlegen, ob und wie sie mehr in die Altersvorsorge investieren können. Welche Versicherungsform wird staatlich gefördert? Welche Vorsorge ist flexibel genug, damit man sie an die Brüche im Leben anpassen kann? Welche Art der Absicherung eignet sich bei stark veränderbaren Lebensbedingungen am besten? Gibt es Rentenversicherungen, die flexibel in der Ein- und Auszahlung sind, bei denen man also die Beiträge erhöhen oder senken und auch eine Beitragsunterbrechung einlegen kann? Welche Möglichkeiten gibt es, mit einer Rentenversicherung an den dynamischen Entwicklungen an den Kapitalmärkten teilzuhaben?
Berufsunfähigkeit: Schutz gegen ein existenzielles Risiko
Nach Statistiken der Deutschen Rentenversicherung Bund wird etwa jeder fünfte Angestellte und sogar jeder dritte Arbeiter in Deutschland im Laufe seines Arbeitslebens erwerbs- oder berufsunfähig und erreicht somit nicht einmal das gesetzliche Rentenalter. Frauen werden dabei öfter berufsunfähig als Männer, weil sie häufiger psychisch erkranken. Und psychische Krankheiten sind in Deutschland inzwischen der mit Abstand häufigste Grund für Berufsunfähigkeit. Solche Krankheiten machen die Betroffenen noch deutlich früher berufsunfähig als körperliche Leiden – entsprechend niedrig sind dann die Rentenansprüche und die Gefahr des Abrutschens in die Altersarmut. Ein existenzieller Schutz vor allem für Frauen sollte daher die Versicherung gegen Berufsunfähigkeit sein. Wann sollte man eine Berufsunfähigkeitspolice abschließen und was muss man dabei beachten?
Am Telefon und im Chat:
– Dirk Manthey, Rentenexperte bei der Deutschen Rentenversicherung Bund, Berlin.
– Marianne Sobiralski, Expertin für Altersvorsorge bei der Ergo Versicherungsgruppe, Düsseldorf.
– Christoph Andersch, Experte für Berufsunfähigkeitsversicherungen bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.
– Ursula Oelbe, Hildesheim, Fachberaterin für Finanzdienstleistungen (IHK), Mitglied im “Arbeitskreis FinanzFachFrauen bundesweit” (FFF).
Am Telefon:
kostenfreie Rufnummer 0800 000 77 32 von 10 bis 16 Uhr
Im Chat:
www.experten-im-chat.de von 17 bis 18 Uhr