vignette_nosseck_bockEs wird viel geschrieben über die letzten Jahre eines Lebens, wie man sie plant, wie man sie erlebt. Talkrunden ventilieren das Thema immer wieder und jedes Mal ist die Erkenntnis, die der geneigte Zuschauer, Zuhörer dabei gewinnt: Jeder stirbt anders. Darüber habe ich übrigens bereits vor zwanzig Jahren nach einem Gespräch mit Pfarrer Lupp, einem der Pioniere der Hospizbewegung in Nürnberg, berichtet. Doch jetzt hat der neueste Krimi von Erfolgsautorin Ingrid Noll mein Interesse dermaßen geweckt, dass ich fast geneigt bin, 21,90 Euro zu investieren, um mir ihr Buch zu kaufen. Worum geht es ?
Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem Ankündigungstext:
Ein rabenschwarz-humoriger Roman von der Grande Dame des deutschen Krimis. In dem Buch “Hab und Gier” träumt die Bibliothekarin Karla seit Jahren von einem Leben im Ruhestand und viel Zeit zum Lesen. Mit 60 gibt sie ihren Job auf. Nach einiger Zeit erhält sie von dem ehemaligen Kollegen Wolfram Kempner eine Einladung zum “Gabelfrühstück” – und schon nimmt die Geschichte ihren Lauf …
Der todkranke Witwer Wolfram erzählt Karla, warum er kinderlos geblieben ist. Und schon bald macht er ihr ein unmoralisches Angebot: Wenn sie sich um seine Beerdigung kümmert, erbt sie ein Viertel seines (beträchtlichen) Vermögens. Falls Karla ihn bis zu seinem Tod pflegt, bekommt sie die Hälfte. Und wenn sie ihn wunschgemäß umbringt, erbt sie alles – inklusive einer Villa in Weinheim. Spätestens nach diesem “letzten Willen” erschließt sich der Buchtitel “Hab und Gier”. Karlas gemütliches Rentnerleben ist jedenfalls erst einmal dahin.
Wie würde man sich selber in einer solchen Situation entscheiden? Das ist eine wirklich aufregende Frage. Deshalb bitte ich um einen Kommentar, falls jemand das Buch schon gelesen haben sollte, um mir die Entscheidung zu erleichtern, ob ich das Buch kaufen soll. Ansonsten werde ich es demnächst an dieser Stelle besprechen.