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Digitaler Expressservice für die Patientenakte

In Deutschland gibt es über 2000 Krankenhäuser und fast 350 000 niedergelassene Ärzte. Sie alle tauschen Befunde, Diagnosen oder Therapiepläne untereinander aus. Gerade bei chronischen oder komplizierten Krankheiten sind die Akten gut gefüllt. Oft sind der Hausarzt sowie mehrere Krankenhäuser und Fachärzte involviert. Die Mediziner erhalten die Informationen per Arztbrief. Bis alle relevanten Daten per Fax oder Post beisammen sind, können mehrere Tage vergehen. Das soll eine neue Internetplattform ändern.

Befunde schneller von einem zum anderen Arzt bringen - das soll eine Plattform schaffen. Foto: epd
Befunde schneller vom einen zum anderen Arzt bringen – das soll eine Plattform schaffen. Foto: epd

In Deutschland gibt es über 2000 Krankenhäuser und fast 350 000 niedergelassene Ärzte. Sie alle tauschen Befunde, Diagnosen oder Therapiepläne untereinander aus. Gerade bei chronischen oder komplizierten Krankheiten sind die Akten gut gefüllt. Oft sind der Hausarzt sowie mehrere Krankenhäuser und Fachärzte involviert. Die Mediziner erhalten die Informationen per Arztbrief. Bis alle relevanten Daten per Fax oder Post beisammen sind, können mehrere Tage vergehen. Das soll eine neue Internetplattform ändern.
Die Fraunhofer-Institute für Offene Kommunikationssysteme FOKUS in Berlin und für Software- und Systemtechnik ISST in Dortmund haben diesen Prozess beschleunigt. Mit der Elektronischen FallAkte (EFA) können Ärzte Informationen über Patienten einfach am Computer austauschen. »Sie erhalten die Daten schneller und diese sind immer vollständig. Denn manchmal werden Akten auf dem klassischen Weg auch einfach übersehen, wenn zu viele Akteure mit im Spiel sind«, sagt Dr. Jörg Caumanns vom FOKUS.
Die Forscher haben die Kommunikationsplattform gemeinsam mit Medizinern und Softwareherstellern entwickelt. Erste Praxistests waren erfolgreich. Mittlerweile nutzen mehrere Krankenhäuser die Elektronische FallAkte oder bereiten deren Einsatz in regionalen Gesundheitsnetzen vor. »EFA ist auf einem guten Weg, zum zentralen Standard für den Austausch von Patienteninformationen zwischen Ärzten zu werden«, so Caumanns. Der Schutz der sensiblen Daten steht an erster Stelle: Die Akten liegen auf den lokalen Servern der beteiligten Krankenhäuser und Ärzte; den Austausch über das Internet sichern digitale Zertifikate.

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