Grafik: Supress

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Dass viele Männer unter erblich bedingtem Haarausfall (androgenetische Alopezie) leiden, ist allgemein bekannt und im fortgeschrittenen Stadium unübersehbar. Doch die wenigsten wissen, dass auch bis zu 30 Prozent der Frauen von hormonell verursachtem Haarverlust betroffen sind.
Anders als bei Männern reagieren bei Frauen mit androgenetischer Alopezie meist nur Haarfollikel im und um den Mittelscheitelbereich empfindlich auf Androgene. Deshalb werden Frauen auch niemals kahl auf dem Schädel, sondern die Haare dünnen bei ihnen mehr oder weniger diffus aus. Zur Bestimmung des Stadiums des Haarverlustes orientieren sich die Ärzte an der Ludwig-Skala, die der Hamburger Dermatologe Dr. Erich Ludwig 1977 erstmals beschrieben hat. Stadium I ist definiert als wahrnehmbares Dünnerwerden der Haare im Scheitelbereich. Im folgenden Stadium setzt sich diese Entwicklung deutlich sichtbar fort (siehe Illustration). Nur sehr selten entsteht das Stadium III mit einer ausgeprägten Haarlichtung bzw. einem annähernd vollständigen Haarverlust in weiten Teilen der Scheitelregion.
Aktiv sollten betroffene Frauen werden, sobald sie erste Anzeichen für vermehrten Haarausfall bemerken. Denn je früher gegengesteuert wird, desto größer sind die Erfolgsaussichten. Ein Hautarzt kann mit speziellen Tests herausfinden, ob tatsächlich eine androgenetische Alopezie vorliegt. Ist dies der Fall, gibt es unterschiedliche Therapieansätze, um Haarwachstum zu fördern und Haarverlust zu stoppen. Einen Vergleich der Produkte gegen Haarausfall hat die unabhängige Stiftung Pharmatest (www.pharma-test.org) auf ihrer Internetseite zusammengestellt. Testsieger in der Rubrik Tinkturen wurden Ampullen mit aktiven pflanzlichen Stammzellen, die je nach Grad des Haarverlustes in unterschiedlichen Konzentrationen angeboten werden.