Die Märchen der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm sind vor etwa 200 Jahren erschienen und es gibt wohl kaum Großeltern oder Enkelkinder, die die schaurigschönen Geschichten nicht kennen. Durch das Journal „Reise Extra“ im stern Nr. 18 vom 25.4.2013 bin ich darauf gestoßen, dass es eine deutsche „Märchenstraße“ gibt, die von Hessen bis an die Nordsee reicht und wo man der Märchenwelt der Gebrüder Grimm nachspüren kann. Dazu gibt es Tipps für Übernachtungen und das leibliche Wohl, was sich alles so einladend las, dass man Lust bekam, sich baldmöglichst auf den Weg zu machen: z.B. zu Schneewittchen in Bad Wildungen, zu Rapunzel in Trendelburg, zu Dornröschen auf Schloß Sanaburg (mit verwunschenen Wäldern ringsherum) oder zu Rumpelstilzchen in Helsa; in Stein gemeißelt findet man die Gebrüder Grimm in Hanau und ein offenbar bemerkenswertes Grimm-Museum in Steinau.
Natürlich steckt hinter der Grimm´schen Märchenstraße jede Menge Werbung für mehr Tourismus in den jeweiligen Regionen und vielleicht auch die eine oder andere „Finte“.
Aber trotzdem: Es könnte doch sein, dass eine Reise an den einen oder anderen „Märchenort“ genau das ist, was Großeltern und Enkelkindern Spaß macht und wonach sie für gemeinsame Unternehmungen gesucht haben. Außerdem heben sich die beschriebenen Märchenorte mit den möglichen Erkundungen wohltuend von mancher „Plastik-Märchenwelt“ ab.