Alexander Wunder erklärt, wie man im Internet sein Vermögen verwalten kann. Foto: Michael Matejka

Auf der Seniorenmesse inviva in Nürnberg gab Alexander Wunder, Niederlassungsleiter vom Schweizer Vermögenszentrum, einige Tipps zum Internet-Banking. Neben den eigenen Informationsangeboten, darunter einem newsletter, der einmal pro Woche kostenlos bestellt werden kann, und dem Buch Finanzcoach für den Ruhestand, das auch als E-Book angeboten wird, nannte er einige interessante Seiten im Netz. Darunter befand sich das Angebot des Verband der unabhängigen Vermögensverwalter www.vuv.de In dieser Organisation haben sich von rund 600 in Deutschland tätigen freien Vermögensberatern etwa 200 zusammengeschlossen. Sie erkennen bestimmte Mindestkrtierien bei der Beratungsqualität an. Auf einer interaktiven Karte sind diese eingetragen und man sieht auf einen Blick, in welchen Regionen diese tätig sind.
Darüber hinaus erklärte Wunder, wie man erzielte Resultate bei Anlagetipps vergleichen könne. Er empfahl dazu die sogenannten “Fuchsbriefe” aus Berlin. Für diese werden verdeckte Tester als Kunden losgeschickt, die sich beraten lassen. Ihre Ergebnisse werden in dem Informationsblatt veröffentlicht. Zudem wird beim Wettbewerb Finanzberater des Jahres geprüft, wie seriös die Anbieter agieren.
Vor dem Abschluss komplizierter Versicherungeverträge oder einer umfassenden Vermögensberatung online, warnte der Finanzexperte. Letzteres sei in Deutschland ohnehin nicht zugelassen. Anders als in der Schweiz, wo Kunden bereits via Internet Finanztipps erhalten und Geldanlagen abschließen dürfen. In Deutschland muss dagegen ein Beratungsprotokoll erstellt werden, das der Kunde unterzeichnet. Damit ist das persönliche Gespräch nach wie vor Standard.